getting things (not) done 21. Feb 2008
Ich komme mir mit meinem Weblog und meinem Linuxserver so ein wenig wie ein Mofa-Tuner vor. Es gibt immer noch etwas, was man ein wenig eleganter lösen könnte. Schade nur, dass der Zeitaufwand schnell ins unendliche wächst und so das eigentlich angenehme in Freizeitstreß ausartet. Ich habe mir im laufe der letzten zwei Jahre so eine Pipeline von Ideen angestaut, was ich alles noch machen könnte und da jetzt erstmal radikal zusammengestrichen.
Mir fällt es allgemein sehr schwer zwischen wichtigen Verpflichtungen und nebensächlichen Freizeitaktivitäten zu unterscheiden. Ebenso schwer fälllt mir die Priorisierung von virtuellen und physischen Aktivitäten. Ist die Anschaffung einer neuen Badehose nun wichtiger als die HTML-Validität meiner Website ? Sollte ich lieber mal wieder zu Friseur gehen oder mir stattdessen Gedanken über ein vernünftiges konzept zur Passwortvergabe machen. Prototypische Fragestellungen mit denen ich mich quäle und dann meistens weder das eine noch das andere mache sondern stattdessen mir einen Kaffee und einen Keks hole und meine Mails und Newsfeeds lese. Ein Prokrastinierer wie aus dem Bilderbuch.
Prokrastination kann man auch durchaus positiv sehen. Dazu empfehle ich dir folgenden großartigen Artikel: Structured Procrastination von John Perry.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, vielleicht hilft es wenn man sich einen Prioritätenplan macht und sich einfach dran hält, ganz klar im militärischen Sinne, sich also selbst diszipliniert.
Ich finde man kann schnell erkennen ob etwas wichtig ist, wenn man es mal für ein paar Tage nicht hat (Fernsehen, Internet) und feststellt dass man es nicht vermisst hat, dann killt man es eben und konzentriert sich zur Abwechslung mal.
So weit die Theorie.
sehr lustig zu lesen, aber ich glaube daran scheitert es bei mir ;)