forced labor - a matter of conscience 08. Mar 2010
Zu den gruseligsten Alpträumen gehört definitiv als Bezieher von Arbeitslosengeld II eine Arbeit bei einem Unternehmen zugewiesen zu bekommen, was nicht nur Dumpinglöhne zahlt sondern auch sonst keinerlei Verantwortungsbewußtsein für die Gesellschaft und Umwelt erkennen läßt. Beim Wehrdienst hat man wenigstens die Möglichkeit den Dienst an der Waffe zu verweigern und stattdessen einen frei wählbaren Ersatzdienst zu leisten, diese Möglichkeit ist hier meines Wissens nicht gegeben. Die Sanktionen bei sogenannten Pflichtverletzungen sehen eine bis zu hunderprozentige Kürzung der Bezüge inklusive der Mietkosten vor. Das bedeutet also in der Praxis, dass die Alternative beispielsweise zur Arbeit in der betrügerischen Drückerkolonne, dem bauernfängerischen Call Center oder als Fußgängerzonen-Promotionterrorist das Leben auf der Straße mit Verpflegung in der Armenküche ist. Beim nächsten Landstreicher auf dem Straßenboden also ruhig einen Extragroschen reinwerfen, es könnte sich um ein Opfer der Zwangsarbeit unseres sogenannten Sozialsystems handeln.
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