recommendable carbon offsetting 15. Mar 2010
Zwei sehr lesenswerte Artikel zum Thema Klimakompensation gibt es in der Taz und in der Zeit. Die Artikel sind zwar schon ein bis zwei Jahre alt, aber die Kernaussagen sind nach wie vor aktuell. Klimakompensation kann ein sinnvolles Instrument sein, wenn man drei Sachen beachtet. Erstens sollte man zuerst stets versuchen die Emission von klimaschädlichen Gasen zu vermeiden, wenn das nicht möglich ist, dann solle man versuchen die Emissionen zu reduzieren und erst der letzte Schritt nach der Vermeidung und der Reduktion sollte dann die Kompensation sein. Zweitens sollte man das Konzept der Klimakompensation nicht pervertieren indem man es als Persilschein für klimafeindliches Verhalten interpretiert. Und drittens sollte man einen seriösen Anbieter auswählen. Wie immer im Geschäft mit der Nachhaltigkeit gibt es ernsthafte Anbieter aber auch windige Geschäftemacher. Erfreulicherweise gibt es eine anerkannte Studie zur Seriösität von Anbietern von Klimakompensation. Laut dieser Studie sind vier Anbieter empfehlenswert: Atmosfair, Myclimate, NativeEnergy und Climate Friendly. Wertvolle Informationen bietet ebenfalls die Übersicht der Stiftung Warentest. Dort läßt sich unter anderem erkennen wer dem CDM Gold Standard folgt, wer gemeinnützig ist und welchen Anteil der Einnahmen sie tatsächlich für die Projekte verwenden. Dadurch fällt für mich NativeEnergy schonmal raus, weil die weder dem Gold Standard folgen noch gemeinnützig sind und darüber hinaus keinerlei Angabe darüber machen welcher Anteil der Einnahmen tatsächlich für die Projekte verwendet wird. Myclimate sind mir unsympathisch weil die sich an die Industrie verkauft haben und Climate Friendly investiert lediglich sechzig Prozent der Einnahmen in die Projekte. Bleibt für mich als persönlicher Testsieger Atmosfair.
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