american ghetto loudmouths on tour 02. May 2010

Was passiert wenn fragwürdige extrem coole amerikanische Ghettorapper mit großem Mundwerk im Rahmen einer Drogenkontrolle auf kleinlaute konzeptlose Münchner Polizisten mit bescheidenen Englischkenntnissen treffen läßt sich in diesem Video beobachten. Wenn es nach dem Obermotz der Ghettoboys geht, dann liegt in Deutschland das Gras auf der Straße herum. Oder es wird von den Polizisten mit zum Tatort gebracht. Er kenne sich da aus, er habe ja Jura studiert. Alles klar. Fremdschämen Deluxe. Das beste: Der oberpeinliche Veranstalter fordert im Interview für die Ghettoboys Klassenjustiz.

Für die waren das bloß eine Handvoll Schwarze in weiten Klamotten. Dass das Vollprofis sind, Topmusiker und Geschäftsmänner mit engen Terminplänen, dass da viel Geld im Spiel ist, das haben die Polizisten nicht begriffen.

Wäre ja noch schöner, wenn ab sofort der Bekanntheitsgrad relevant wäre für die Gründlichkeit einer polizeilichen Drogenkontrolle. Was für ein absurd-anachronistisches Weltbild liegt bitteschön einer solchen Äußerung zugrunde? Leben wir etwa noch in der Herrschaftszeit der Könige und Adeligen? Ist das hier etwa Graf von Weithose, den man besser laufen läßt? Das dabei obendrein auch noch implizit die obligatorische Rassismuskeule mitschwingt ist so grotesk, dass es fast schon wieder lustig ist.

 

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