collective name mail addresses 18. Nov 2010

Ich habe mittlerweile schon so viele fehlgeleitete Mails meiner Namensvettern bekommen, dass ich genügend Material für eine umfassende Sozialstudie hätte. Der eindrucksvollste Kontakt war die Mitarbeiterin einer Stuttgarter Werbeagentur die eine komplette Corporate Identity für ein schwäbisches Nagelstudio ausgearbeitet hatte und mich tagelang hartnäckig mit megabyteweise Grafikentwürfen bombardiert hat, bis ich ihr klargemachen konnte, dass ich mir Ende der Neunziger für sämtliche Top-Level-Domains meines Massenproviders meine Namenskombination gesichert hatte. Auch die flammenden Irrläufer einer gekränkten Liebhaberin habe ich schon bekommen. Die hatte mein Namensvetter wohl erst im Rahmen eines Kletterurlaubs scharf gemacht und dann eiskalt abblitzen lassen. Oder Mails mit “hochvertraulichen” Geschäftsunterlagen von irgendwelchen “wichtigen” Firmen wo der bedrohlich formulierte juristische Disclaimer über mehrere Bildschirmseiten ging. Leider waren diese Unterlagen immer komplett uninteressant, ansonsten hätte ich sie natürlich sofort zu Wikileaks weitergeleitet. Bleibt die Frage ob ich diese Irrläufer mal abstellen sollte. Ich betreibe zwar schon seit fünf Jahren einen Mailserver unter der Domain dieses Weblogs und habe dort auch Adressen definiert, aber irgendwie fehlte mir bisher der Antrieb die Konfiguration des Mailservers so zu optimieren, dass sie meinen Ansprüchen genügte. Vielleicht mache ich das mal über die Weihnachtsfeiertage. Oder ich vergnüge mich weiterhin mit den Irrläufern.

 

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