my home town railway station 03. Dec 2010

Wenn ich meine Eltern besuche habe ich beim Betreten des Bahnhofsgeländes meines Heimatortes jedesmal das Gefühl ich wäre in einem Ghetto gelandet. Die Sozialstruktur des Ortes steht in keinerlei Relation zum Publikum was diesen Bahnhof frequentiert. Während man auf dem Bahnsteig von größflächigen Lachen aus Speichelsekret begrüßt wird, setzt die Unterführung Maßstäbe in Bezug auf Vermüllung und Uringestank. Am Ausgang der Unterführung darf man sich dann stets an einer Horde herumpöbelnder Ghettoboys erfreuen für die der Bahnhof scheinbar so eine Art Freizeitraum darstellt. Generell eine ganz schlechte Idee ist es mit dem Zweirad zum Bahnhof zu fahren, denn wenn die Ghettoboys Langweile haben, dann demolieren sie gerne die abgestellten Fahrräder. Ich hatte ja während meines Zivildienstes damals das Glück eine der wenigen Fahrradboxen benutzen zu können, aber meinem kleinen Bruder haben sie regelmäßig das Zweirad zerlegt oder geklaut. Wie ich nun erfahren habe gibt es jedoch einen Hoffnungsschimmer, denn die Stadt hat einen großen Teil des Bahnhofsgeländes gekauft und wird dort nun ein neues Bahnhofsgebäude mit Fahrradparkhaus und Werkstatt errichten. Außerdem sollen dort Geschäfte angesiedelt werden, was hoffentlich eine zivilisiertere Klientel an den Bahnhof locken wird.

 

Kommentar schreiben

Markdown Syntax