culture pessimism for the new year 01. Jan 2011
Was ich mich schon oft gefragt habe: Wieso ist der musikalische Mainstream von heute eigentlich so sehr viel beschissener als der früherer Jahrzehnte? Während die populären Darbietungen aus den Sechzigern, Siebzigern oder Achtzigern in meinen Ohren teilweise zumindest noch diskussionswürdig sind, empfielt es sich beim Konsum der Erzeugnisse der letzten zwanzig Jahre doch stets einen Spuckbeutel in Griffreichweite zu haben. Ich denke es hat auch viel mit den Protagonisten zu tun. Während die Heinis von früher vielleicht peinlich oder nervig aber nicht zwangsläufig unsympathisch waren, sehe ich in den meisten heutigen Mainstream-Interpreten nur noch seelenlose Plastikfiguren mit Dollarzeichen in den Augen. Auch wenn die Musik eines Herbert Grönemeyers oder Bryan Adams mein Herz nicht unbedingt höher schlägen lässt, so respektiere ich die Herren trotzdem als Künstler während ich jemanden wie DJ Ötzi oder die Rednex einfach nicht ernst nehmen kann. Besonders abstossend finde ich dabei Interpreten wie die Hermes House Band mit ihrem uninspirierten Country Roads-Coverhit. Sie stehen in meinen Augen stellvertretend für eine lange Liste von belanglosen Coversionen erfolgreicher Lieder vergangener Jahrzehnte wo die künstlerische Leistung des Interpreten im wesentlichen darin besteht das Lied im Magix Dance Maker mit einem Utzutz-Beat zu versehen.
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