apple needs to get their ass kicked 19. Jun 2010

Bei Apple werden neuerdings nicht nur die Werke von Pulitzer-Preisträgern zensiert sondern auch Graphic Novels. Der Theaterklassiker The Importance of Being Earnest von Oscar Wilde stand Pate für Het Belang van Ernst des belgischen Autors Tom Bouden. Die Graphic Novel sollte unlängst in einer Ipad-Version veröffentlicht werden. Leider enthält die Geschichte aber nackte Hintern und küssende Männer! Das passt natürlich nicht ins puritanische Weltbild der Firma Apple, die hat die Graphic Novel eiskalt abblitzen lassen und erst nachdem die Presse von der Ablehnung Wind bekam haben sie schnell zurückgerudert. Das sei ja ein bedauerlicher Fehler gewesen. Alles klar. Ich will garnicht wissen wieviel tausende “Fehler” da pro Tag in Cupertino gemacht werden. Ich hoffe doch sehr stark, dass die Politik schleunigst diesem Treiben ein Ende bereitet. Es kann jawohl nicht sein, dass wir dank Apple wieder ins neunzehnte Jahrhundert zurückfallen.

 

safari extension certification terror 11. Jun 2010

Safari will refuse to install any extension that has not been signed with a digital certificate issued by Apple. Thus, in order to distribute extensions that others can use, developers must register for the Apple Developer Connection program and obtain a certificate that, at least in theory, could be withdrawn by the company in the event that a developer did not comply with any of Apple’s terms and conditions. (Quelle: Macworld)

Wird dann als nächstes standardmäßig ein Apple DNS-Server eingebunden, der eine Blacklist von allen Brustwarzen hat?

 

security by obscurity revisited 01. Jun 2010

Google lässt laut Aussage von Angestellten die Nutzung des Windows Betriebssystems auf den Büro-Rechnern schrittweise auslaufen. Grund hierfür seien Sicherheitsprobleme bei der Nutzung des Systems von Microsoft, berichtete die Financial Times. Die Google-Mitarbeiter sollen nun auf das Macintosh-System OS X von Apple oder auf das freie Betriebssystem Linux umsteigen. (Quelle: Taz)

Es gibt sicherlich viele gute Gründe auf Mac OS X umzusteigen, aber wer um alles in der Welt würde jemals auf die Idee kommen aus Sicherheitsgründen auf Mac OS X umzusteigen? Mac OS X ist erwiesenermaßen bei jedem Hacking-Wettbewerb das System was als erstes geknackt wird. Die “Sicherheit” von Mac OS X beruht einzig und allein auf seinem niedrigen Verbreitungsgrad und der daraus resultierenden mangelnden Attraktivität für Malware-Schreiber. Vielleicht ist es aber auch einzig ein Problem der Beschränktheit der deutschen Sprache, Stichwort “Lost in Translation”.

Die englische Sprache bietet die im Deutschen leider fehlende Unterscheidung zwischen safety und security, die zwei verschiedene Aspekte von Sicherheit näher eingrenzt. Safety bezieht sich auf die Zuverlässigkeit eines Systems, speziell in Bezug auf dessen Ablauf- und Ausfallsicherheit. Security bezeichnet dagegen den Schutz eines Systems vor beabsichtigten Angriffen. (Quelle: TecChannel)

 

i'm waiting for the man 31. May 2010

Die überzeugte Linux-Benutzerin Julia Seeliger hat meinen Apple-Heroin-Vergleich vom April als Aufhänger für ihren aktuellen Taz-Artikel benutzt.

 

word of the day: no-nipple policy 16. May 2010

Wer dachte, dass die Initiative von Facebook Fotos von stillenden Müttern zu löschen, mit der Begründung, dass das ja Pornografie sei peinlich war, dem wird nun mit Apples No-Nipple Policy eine weitere Auflage von Saubermann-Zensur präsentiert. Bleibt die Frage ob Apples Produkte wirklich soviel besser sind als die der Konkurrenz um derartiges Fehlverhalten dauerhaft aufzuwiegen. Ich halte das für ein Spiel mit dem Feuer. Die für den Ipad-Laden zensierten Modemagazine werden von den Redakteuren übrigens passenderweise als Iran Edition bezeichnet.

 

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