american ghetto loudmouths on tour 02. May 2010

Was passiert wenn fragwürdige extrem coole amerikanische Ghettorapper mit großem Mundwerk im Rahmen einer Drogenkontrolle auf kleinlaute konzeptlose Münchner Polizisten mit bescheidenen Englischkenntnissen treffen läßt sich in diesem Video beobachten. Wenn es nach dem Obermotz der Ghettoboys geht, dann liegt in Deutschland das Gras auf der Straße herum. Oder es wird von den Polizisten mit zum Tatort gebracht. Er kenne sich da aus, er habe ja Jura studiert. Alles klar. Fremdschämen Deluxe. Das beste: Der oberpeinliche Veranstalter fordert im Interview für die Ghettoboys Klassenjustiz.

Für die waren das bloß eine Handvoll Schwarze in weiten Klamotten. Dass das Vollprofis sind, Topmusiker und Geschäftsmänner mit engen Terminplänen, dass da viel Geld im Spiel ist, das haben die Polizisten nicht begriffen.

Wäre ja noch schöner, wenn ab sofort der Bekanntheitsgrad relevant wäre für die Gründlichkeit einer polizeilichen Drogenkontrolle. Was für ein absurd-anachronistisches Weltbild liegt bitteschön einer solchen Äußerung zugrunde? Leben wir etwa noch in der Herrschaftszeit der Könige und Adeligen? Ist das hier etwa Graf von Weithose, den man besser laufen läßt? Das dabei obendrein auch noch implizit die obligatorische Rassismuskeule mitschwingt ist so grotesk, dass es fast schon wieder lustig ist.

 

wikipedia block wardens unite! 29. Nov 2009

Würden freiwillige Autoren jedoch dem Projekt den Rücken kehren, weil der Umgangston auf der Plattform zu rüde ist oder die Mitarbeiter in ewig gleichen Diskussionen zermürbt würden, wäre dies jedoch ein Problem, das zu korrigieren wäre, erklärte Wales gegenüber dem Wall Street Journal. (Quelle: Heise)

Somit hätte der Gründer der Wikipedia also mehr oder weniger offiziell die Existenz der Blockwarte anerkannt. Ein Vertreter derselbigen versucht derweil durch Zensur des Blockwart-Artikels die argumentatorische Position seiner Terrorgruppe zu verbessern. Was die so von Menschen halten, die nicht ihrer Elitetruppe angehören halten kann man schön an folgendem Zitat sehen.

Ich würde vorschlagen, weiterzudiskutieren, wenn die IPs wieder abgezogen sind. (Quelle: Wikipedia Diskussion)

Menschen die nicht über ein Wikipedia-Konto verfügen oder gerade mal nicht eingeloggt sind, sind also prinzipiell keine würdigen Diskussionspartner für einen elitären Blockwart. Wenn der Kommunikationsstil bei Wikipedia sich nicht ändert dann sind die Blockwarte sicher bald unter sich, ohne den lästigen IP-Pöbel, wobei ich fast glaube, dass denen eine IP-befreite Zone viel zu langweilig wäre, dann haben sie ja niemanden mehr, den sie terrorisieren können.

 

wikipedia media communication 26. Oct 2009

Im besten Fall werden Blogs von zweitklassigen Wissenschaftlern betrieben, im Normalfall vom Prekariat. (Quelle: Wikipedia Kurier)

Im besten Fall wird Wikipedia von arroganten Klugscheißern betrieben, im Normalfall von realitätsfernen Misanthropen.

Achtung Wikipedia-Gemeinde: Satire!

 

#1 29. Jan 2007

Die subtile Arroganz in der Haltung des Usabilityexperten bei der Verweigerung des Bedienungsanleitungsstudiums.