ruperts days are numbered 07. Apr 2007

Ich konnte mit diesem MySpace-Ding ja noch nie etwas anfangen. Zu hässlich, zu chaotisch und spätestens seit der Übernahme durch die propagandistische News Corporation auch noch politisch indiskutabel. Umso erfreuter habe ich dank Kriesse die Existenz von Virb zur Kenntnis genommen. Das einzige was Myspace für mich ansatzweise interessant gemacht hat, war die Möglichkeit Tracks im Flashplayer anzuhören, die nicht auf der offiziellen Website des Künstlers verfügbar waren und die Möglichkeit bietet Virb allemale. Außerdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten sein Profil zu individualisieren und Inhalte von anderen Webdiensten zu integrieren und das alles nach feinsten Webstandards. Dass Virb statt einer nahtlosen Last.fm-Einbindung lieber ihr eigenes Scrobbling-Sytem “Virbtunes” durchsetzen will finde ich zwar bedauerlich, aber mit der grafischen Last.fm-Einbindung kann ich fürs erste leben, die Flickr-Integration ist dafür supereinfach und schick. Löblich finde ich bei Virb die Möglichkeit zwischen verschiedenen Sorten von “Friends” differenzieren zu können, eine Bekanntschaft oder Freundschaft mit einer Person läßt sich also optisch von dem Fansein einer Band oder eines Labels abgrenzen.

Natürlich haben noch nicht alle Künstler ihr Lager bei MySpace abgebrochen aber Christophe Stoll aka Nitrada geht mit gutem Beispiel voran “I just moved over to VIRB and won’t add any new friends, read comments or messages here anymore. Come and visit me over here.” und auch Telefon Tel Aviv, Neo Ouija, Architecture in Helsinki und Feist sind schon dort. Wenn dann noch ein paar Artikel wie zum Beispiel bei Phlow veröffentlicht werden, dann wird sich die Zahl der Emigranten sicher weiter erhöhen. Bleibt zu hoffen, dass die Virb-Jungs nicht ihre Seele verkaufen, dem bisherigen Konzept treu bleiben und immer schön brav ihre Serverkapazität aufstocken um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

Ach so, ich bin auch da.

 

isometric internet documentation 02. Dec 2006

eBoy-Poster mit Web 2.0-Logos

Ein schickes Poster aus dem Hause eBoy, was man vielleicht mal in fünfzig Jahren gut als farbenfrohe Anschauungshilfe benutzen kann, wenn man seinen Enkelkindern am Kaminfeuer von den Anfängen des Internets erzählt.