spotify finally available in germany 13. Mar 2012
Foto: Scott Beale (CC BY-NC-ND 2.0)
taking the taboo out of a term 04. Jul 2011
Es lohnt sich die Karriere des Begriffes Deutschenfeindlichkeit als ein schönes Beispiel für die Enttabuisierung eines Begriffes zu betrachten. Im rechtspopulistischen Sumpf ist der Begriff bereits seit einigen Jahren fest etabliert. Im Oktober letzten Jahres gab es dann eine Tagung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit dem vorsichtigen Titel “Der Streit um die sogenannte Deutschenfeindlichkeit”. In der Berichterstattung des Tagesspiegels wurde der Begriff damals noch ein wenig verschämt in Anführungszeichen gesetzt. Die Zeiten sind nun offensichtlich vorbei. Im Artikel über das Gewaltverbrechen an der U-Bahnstation Lichtenberg titelte der Tagesspiegel heute ganz selbstsicher ohne die Relativierung durch “sogenannte” und ohne Anführungszeichen.
Nachtrag [23:37]: Ein Mitarbeiter des Tagesspiegels hat den Begriff Deutschenfeindlichkeit in der Überschrift um Anführungszeichen ergänzt. Es gibt noch eine Kopie des Artikels wo der Begriff weiterhin ohne Anführungszeichen verwendet wird.

patriotic side-view mirror condom 02. Jul 2011

you gotta love those germans 24. Jun 2011
Geräuscheinwirkungen, die durch […] Kinder hervorgerufen werden, sind im Regelfall keine schädliche Umwelteinwirkung. (Quelle: Immissionsschutzgesetz)
fraud is sometimes good for society 18. Jun 2011
Wer einer Firma mit Namen “Easy Abi” vertraut, sollte kein Abitur machen dürfen (Matthias Kalle, Tagesspiegel)
In einem Meer von schmieriger Empörung und geheucheltem Mitleid heben sich der Tagesspiegel und das Hauptstadtblog mit ihrer Berichterstattung über den “Easy Abi”-Fall wohltuend hervor. Sehr lesenswert insbesondere die schmutzigen Details über das Marketing von “Easy Abi”. Wer sich auf so einen widerlichen Drecksladen einlässt der hat schlichtweg nichts anderes verdient als betrogen zu werden.
Ein ganz ähnlicher Fall ist die Pleite von Teldafax. Hier war es allerdings nicht der BWLer-Nachwuchs sondern der urdeutsche Geiz welcher windigen Unternehmern ihr Spiel ermöglicht hat. Nachdem das Schnellballsystem nun kollabiert ist, ist das Gejammer natürlich groß. Es bleibt zu hoffen, dass die Vorrauszahlungen im Finanzsumpf versinken damit die deutschen Kleingeister lernen, dass Geiz eben halt nicht geil ist.