the development of modern djing 04. Dec 2009

Die Frage ob der DJ in seiner Rolle eher ein Künstler oder eher ein Dienstleister ist, läßt sich pauschal sicher nicht beantworten. Das war schon immer so und wird aber um so offensichtlicher, je weiter die technische Entwicklung fortschreitet. Die kreativen Möglichkeiten von Traktor Pro und Live lassen die Grenzen zwischen Produktion und Reproduktion immer weiter aufweichen. Die Tonqualität von Time Stretching und Pitch Scaling und die Erkennungsrate von Key Detection hat beispielsweise mittlerweile ein Niveau erreicht, was nicht nur die Möglichkeiten des traditionellen DJings erweitert sondern auch Techniken wie Harmonic Mixing auf eine völlig neue Stufe hebt. Welche Folgen das für das Arbeiten des DJs idealerweise haben kann beschreibt ein leicht hyperaktiver Engländer namens Jonathan recht anschaulich auf Youtube. In seinem Video läßt er sich ab der Zweiminutenmarke gar dazu hinreißen den Aufbau eines anspruchsvollen harmonisch-stimmigen DJ-Sets mit dem einer klassischen Symphonie zu vergleichen. Für jeden ideologisch-bornierten Klassikvertreter sicher ein Affront, aber ich finde den Vergleich spontan recht stimmig, weil er doch die Vielfalt der Möglichkeiten und die Verantwortung des DJs angemessen zum Ausdruck bringt. Ich bin gespannt in welcher Form Harmonic Mixing in Zukunft in Traktor Pro Integriert wird. Bisher ist meine Wunschliste immer noch sehr brav von Native Instruments abgearbeitet worden!

 

traktor innovation 21. Oct 2008

Ein langehegter Wunsch geht in Erfüllung: Traktor kann jetzt auch ab Werk mit Coverart umgehen. Dafür verdient Native Instruments einen dicken Applaus!

 

vestax vci-100 micro review 14. Oct 2008

Seitdem ich mich vor sieben Jahren angefangen habe mit digitalem DJing im allgemeinen und Traktor DJ Studio im speziellen zu beschäftigen habe ich immer vom ultimativen Midi-Controller geträumt, der es erlaubt die Maus beiseite zu legen. Seitdem ich letztes Jahr den Release des Vestax VCI-100 bestaunt habe, hatte ich die Vermutung dieses Gerät könnte die Erfüllung meiner Träume sein. Nachdem ich im September das erste mal seit längerem einen DJ-Termin hatte, habe ich die Gelegenheit ergriffen und den VCI-100 einem Praxistest unterzogen.

Bedroom-DJ-setup

Mein Bedroom-DJ-Setup besteht aus einem Macbook Pro 2.4 GHz, einer GIGAPort AG, einem Sennheiser HD-25, den Canton Plus Media 3, Traktor DJ Studio 3.3 und dem VCI-100. Die Zusammenarbeit zwischen Traktor und dem VCI-100 hat nach dem Herunterladen der aktuellen Steuerungsdatei auf Anhieb funktioniert. Der VCI-100 macht rein ästhetisch schon eine verdammt gute Figur. Angefangen bei dem ultrastabilen matt-silbernen Metallgehäuse über das aufgeräumte Layout bis hin zu den leuchtenden Drehscheiben. Der Crossfader ist sehr leichtgängig, was für gefühlvolles Faden klar vorteilhaft ist. Die Linefader haben etwas haben etwas mehr Widerstand. Neben dem Crossfader sind die Knöpfe um die Tracks in den jeweiligen Decks zu starten/stoppen und für das arbeiten mit Cue-Punkten. Dann gibt es die augenfälligen Metalldrehscheiben, die dazu dienen durch den Track zu skippen bzw. im Vinyl-Mode zu scratchen. Hierbei mußte ich feststellen, dass ich was das Auffinden einer bestimmten Stelle im Track angeht mit der Klickmethode besser zurechtkomme als mit den Drehscheiben, was sehr schade ist, da dieser Steuerungsmechanismus ja eines der zentralen Elemente des Controllers ist. Dann gibt es korrespondierend zum Traktor-Mixer Bässe, Mitten, Mitten-Höhen, Höhen, Balance-Regler, Cue-Taste und Trim-Fader die alle erwartungsgemäß ihren Dienst verrichten. Was das syncen von zwei Tracks angeht gibt es nun entweder die Möglichkeit wie beim Turntable mit einem Temporegler die Geschwindigkeit der Tracks anzugleichen oder die Möglichkeit den Vorgang durch einen Druck auf die dezidierte Sync-Taste zu automatisieren und seine kreativen Ressourcen für andere Zweck zu verwenden. Effekte lassen sie zum Beispiel mit dem VCI-100 prima steuern, schade nur, dass ich diese in der Praxis nicht verwende. Was ich hingegen ganz extensiv verwende ist die Möglichkeit Loops zu setzen und auch dazu gibt es einige Knöpfe, so kann man einen neuen Loop erzeugen, dessen Länge verändern und diesen starten und stoppen. So weit so gut, leider fehlen aber ziemlich genau sechs Knöpfe im Layout, nämlich die um den Loop in verschiedenen Schrittweiten zu verschieben. Das ist sehr schade, weil ich so nämlich letztlich doch wieder an der Maus hänge, was ich ja eigentlich gerade vermeiden wollte. Sicher könnte man die etwa Effekt-Knöpfe umbelegen und zum Loop-Verschieben benutzen, aber wirklich intuitiv wäre das Layout dann sicher nicht mehr. Eine andere Sache ist, dass der Drehregler zum umschalten zwischen Master und Monitor auf dem Monitor (Monitor-Select) etwas sehr klein geraten ist, was aber kein Beinbruch ist. Was hingegen völlig verfehlt ist, ist sind die Knöpfe zur Track-Auswahl. Diese könnten niemals meine Maus ersetzen, da das Arbeiten viel zu ineffizient ist. Bis man sich damit durch eine Liste mit hunderten Tracks durchgeklickt hat ist der Abend rum. Klar, es mag Leute geben, die sich vor dem Auftritt eine feste Playlist erstellen, aber sowas pflege gewöhnlich nur in größeren Locations zu machen, wo hingegen ich bei kleinen Locations die freie Auswahl bevorzuge. Ein Jog-Dial zur Trackauswahl wäre eine feine Sache, vielleicht ließe sich dafür eine der Drehscheiben zweckentfremden, dann müßte man irgendwie die andere Drehscheibe auf das jeweils fokussierte Deck umlenken. Alles in allem finde ich den VCI-100 objektiv betrachtet einen recht brauchbaren Midi-Controller, der aber leider in zwei entscheidenden Punkten, nämlich der Loop-Funktion und der Track-Auswahl, an meinen Bedürfnissen vorbeigeht.

 

severe acoustic harassment 17. Sep 2008

Solange Laptop-Festplatten noch in der Gigabyte-Größenordnung sind muss es ja nicht Lossless sein, aber Leute die mit 128 kbps-MP3s auflegen sollten vom Türsteher höchstpersönlich ordentlich einen hinter die Löffel bekommen und sofortiges Hausverbot erteilt bekommen. So weit so schlimm. Mein Hamburg-Korrespondent berichtete mir indes von einem Kandidaten der sich sogar nicht scheute eine Location musikalisch mit Youtube-Videos zu untermalen. Das kulinarische Äquivalent dieses Klangerlebnisses dürfte in etwa ein wiedergekäuter Surtrömming sein.

 

midi controller for traktor dj 01. Nov 2007

Vestax VCI-100

Folgende aktuelle Controller habe ich via Netz mehr oder weniger oberflächlich evaluiert: Vestax VCI-100, Kontrol KDJ-500, M-Audio Xponent, Numark Total Control, Behringer BCD-2000, Behringer BCD-3000, Hercules MK2, Ecler NUO-4, Ecler EVO-5, Korg ZERO4/8, M-Audio X-Session Pro, Vestax VCM-100, Allen & Heath Xone 1D/2D/3D, Kenton Killamix DJ, Pioneer DJM-700K, E-Mix MP1200, EKS XP10 und Faderfox DJ2.

In die Endauswahl gerieten der Vestax VCI-100, der Kontrol KDJ-500, der M-Audio Xponent und der Numark Total Control. Nachdem ich diverse Videos geschaut, Rezensionen studiert und mich einmal durch das Traktor-Forum gegraben habe erscheint mir letztlich der Vestax VCI-100 als vielversprechendster Kandidat.

 

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