drunk from too much good news 11. Jun 2010
Soviel gute Nachrichten auf einmal kann man ja garnicht verkraften. Erst schmiert bei einem der führenden Drecksunternehmen in Deutschland der Umsatz mächtig ab und dann wird auch noch das eiserne Gesetz “Die Kleinen die hängt man und die Großen läßt man laufen” in einem Gerichtsurteil wiederlegt. Was kommt als nächstes? Herr Westerwelle kündigt seinen Rücktritt an und die FDP löst sich selbst auf? Ach nein, es geht doch nichts über ein gesundes Feindbild.
blurring of ethical boundaries 02. Jun 2010
Also dieses plötzliche Umdenken geht jetzt nun wirklich garnicht! Da kann doch nicht einfach einer meiner auserwählten Lieblingsfeinde so mirnichts, dirnichts Ansätze von Fairness aufzeigen, das bringt ja mein ganzes linksextremistisches Weltbild durcheinander! Eh man sich versieht ist am Ende keiner mehr übrig gegen den man noch hetzen kann, den man leidenschaftlich hassen kann!
british petroleum rebranding 29. May 2010
Greenpeace ruft dazu auf das Firmenlogo von British Petroleum umzugestalten. Ich habe mir mal die Freiheit genommen und zwei Entwürfe aus dem großen Pool der Einreichungen herausgepickt. Der erste Entwurf besticht einen durch sein klares, minimalistisches Design und den prägnanten Slogan. Der zweite Entwurf präsentiert einen traditionellen kulinarischen Happen auf unkonventionelle Art.
that's how we make money! 22. May 2010
Die Corexit-Vorliebe des britischen Mineralölkonzerns ist kein Zufall: BP sitzt im Aufsichtsrat des Corexit-Produzenten Nalco. Gleich zu Beginn der Ölpest kaufte BP dessen Corexit-Gesamtbestand auf. Nalcos Aktienkurs schoss mittlerweile um zehn Prozent in die Höhe. Durch die “Deepwater Horizon”-Katastrophe hat Nalco bereits 40 Millionen Dollar Umsatz gemacht - dank der über zwei Millionen Liter Corexit, die mittlerweile im Golf von Mexiko schwimmen. (Quelle: Tagesschau)
Die Realität ist mal wieder übler als die schlimmsten Verschwörungstheorien. Als wenn es nicht schon ausreichen würde, dass deren abgeschmierte Ölplattform täglich tausende Tonnen Erdöl ins Meer pumpt. Nein, der Dreckskonzern kippt noch munter einige Millionen Liter Giftbrühe hinterher und besorgt so den Kollegen von Nalco das Geschäft ihres Lebens obwohl es nachweislich zahlreiche weniger giftige und effektivere Substanzen gibt um Erdöl zu binden.
Eine lustige Posse in diesem Zusammenhang: British Petrolium hatte vor der Katastrophe in der halbseidenen Nachhaltigkeits-Community Utopia ein Firmenprofil, die wurden dort also in einem Atemzug mit krediblen Firmen wie der GLS Bank, Memo und Tegut genannt. Als ich das damals gesehen habe fand ich das schon ziemlich lächerlich und habe mich gefragt wieviel British Petrolium wohl bezahlt hat um dort aufgelistet zu werden. Wie sich herausstellt haben sie sich die Auflistung tatsächlich erkauft. Nach großem Protest der Community hat die Community-Managerin dann mal bei British Petrolium angeklopft, ob die denn noch Interesse an einer Listung hätten. Irgendwie muss denen dann wohl klar geworden sein, dass sie in Anbetracht der aktuellen Geschehnisse ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem haben und sie haben sich zurückgezogen. Immerhin hat die Ölkatastrophe also als positive Nebenwirkung die Greenwashing-Strategie von British Petrolium durchkreuzt.
welcome to the ticketbastard plague 16. May 2010
Wer sich vielleicht darüber gewundert hat warum die Übernahme des Hamburger Kartenverkäufers Kartenhaus durch den amerikanischen Monopolisten Ticketmaster bei manchen Menschen ein mittelmäßiges Entsetzen ausgelöst hat, der sollte sich mal dieses aussagekräftige Bildschirmfoto eines Kaufvorgangs bei Ticketmaster anschauen. Wem das nicht reicht, der kann auch einfach mal nach Ticketbastard suchen und erhält so eine Fülle von anschaulichen Dokumenten über die fragwürdigen Geschäftspraktiken des Unternehmens.