shopping globalization 18. Aug 2008

Und wer in einem Hundert-Einwohner-Dorf wohnt und sich wünscht, der Weltanschluss möge in Gestalt einer Zara-Filiale neben der Schützenhalle geschehen, der sollte seinen Wunsch vielleicht noch einmal überdenken. (via Süddeutsche Zeitung)

 

inconsequent consuming strategy 13. Feb 2008

Wie ich im November letzten Jahres berichtete haben Johannes und Christophe ein Experiment durchgeführt, bei dem der Käufer eines Tonträgers nach dem Kauf entscheiden konnte, was ihm die Musik wert ist und den entsprechenden Betrag bezahlt hat. Oder eben halt auch nicht.

Gut zwei Dritteln der Menschen hat ihr Album gefallen dennoch haben nur knapp ein Viertel ihren Tonträger bezahlt. In absoluten Zahlen sind das fast zweihundert Menschen, denen das Album gut gefallen hat, die aber dennoch nicht bereit waren für das Album zu bezahlen.

Was hält diese Menschen davon ab den Künstlern ihren wohlverdienten Lohn zukommen zu lassen ? Unwissenheit über Produktionsbedingungen ? Ich denke es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass auch Künstler in normalen Supermärkten einkaufen wo die Lebensmittel Geld kosten (Für die Hinterwäldler gab es sicherheitshalber einen Beipackzettel). Nicht genügend finanzielle Mittel ? Der Betrag war frei wählbar, das Argument zieht hier also nicht. Zu “faul” oder “keine Zeit” sich um die Transaktion zu kümmern ? Im Zeitalter von Online-Banking und Paypal das denkbar unglaubwürdigste Argument.

Es bleibt also die irritierende Observation, dass die Menschen wohlinformiert sein sollten, Zeit und Geld haben und trotzdem nichts überweisen. Vielleicht funktioniert also die Mehrheit der Menschen einfach nur in einem System wo auch ein gewisser Druck ausgeübt wird ? Vielleicht ist deswegen der Kommunismus gescheitert ?

 

style police on the scene 18. Dec 2007

Dieser “100% Kult”-Aufdruck der neuerdings auf diversen Amazon-DVDs prangt geht jawohl garnicht. Er löst bei mir nicht vernachlässigbare Ekelgefühle aus.

 

visionary pricing model 06. Nov 2007

Johannes und Christophe glauben noch an das Gute in der Welt oder zumindest mal an das Gute im 2nd rec-Hörer. Leider besitze ich bereits alle in Frage kommenden Tonträger seit Jahren, ansonsten hätte ich gerne an dieser zukunftsweisenden try-before-you-buy-Aktion teilgenommen. Ich finde das Bezahlmodell übrigens entscheidend besser als das von Radiohead, weil man ja erst nach dem Hören sagen kann, wieviel einem die Musik wert ist.

 

this is not a spam mail 04. Oct 2007

Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir vor kurzem entdeckt haben, dass Kartenhaus Opfer eines rechtswidrigen Angriffs auf seine Internetseite www.kartenhaus.de wurde. Durch diesen Angriff hat ein unbekannter Täter einige Ihrer persönlichen Informationen gestohlen. Wir haben leider Grund zu der Annahme, dass Ihre Kreditkarteninformationen, einschließlich der Rechnungsanschrift für Ihre Karte gestohlen wurden.

Ein guter Grund warum man erstens die Anzahl seiner Onlinegeschäftspartner minimieren und zweitens wenn möglich Paypal benutzen sollte. Bei wurde nichts rechtswidrig abgebucht und eine neue Kreditkarte ist bereits unterwegs. Die Mail ist übrigens prompt im Spamverdacht gelandet und nur weil ich mich darüber gewundert hatte, dass der obligatorische Trojaner fehlt habe ich sie überhaupt erst gelesen.

 

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