swedish justice controlled by usa 13. Dec 2010
Das schöne an Wikileaks ist ja, dass so manche als Verschwörungstheorien abgeurteile Aussagen auf einmal in einem völlig neuen Licht erscheinen.
spotify to the rescue 06. Feb 2010
Eine staatlich organisierte Kulturflatrate will der VUT nicht, er könnte sich aber vorstellen, selbst eine zentrale Musikbibliothek einzurichten, in die alle UrheberInnen ihre Musik einstellen und auf die NutzerInnen dann gegen eine monatliche Abgabe oder sogar kostenlos auf Musik frei zugreifen könnten. Auf legalem und komfortablen Wege. Vorbild hierfür: Spotify aus Schweden. Das sei ein wirklicher Kompromiss für User und MusikerInnen. (Quelle: Taz)
Theoretisch wäre Spotify die perfekte Lösung für die ganze Diskussion um Urheberrechte und illegale Downloads, leider befindet sich der durchschnittliche Labelmanager offensichtlich geistig noch im vergangenen Jahrhundert, es gibt nämlich - man mag es kaum glauben - in jedem Land ein individuelles Musikangebot, wobei das Problem verstärkt zutage tritt wenn man nach landessprachlichen Inhalten sucht. Wer also gerne sowohl deutschprachige als auch französischsprachige und schwedisch-sprachige Musik hört, der schaut bei Spotify tendenziell in die Röhre. Der Standort legt fest auf welche Musik er Zugriff hat. Willkommen in der Kleinstaaterei! Das ganze Ausmaß der Absurdität offenbart sich einem beim Anblick der Spotify-FAQ.
In the copyright jungle, music rights are often divided among many different right holders in different geographical territories. That is, an artist may have licensed his or her music worldwide, except for UK, using a large record label that we have an agreement with. However, the artist may have licensed his or her music to a small label in UK that we do not have an agreement with, resulting in that Spotify has the music in all countries except UK until we have signed with that specific label
Die Spotify-Jungs sind aber dennoch frohen Mutes, dass sie die Labelmanager noch auf den rechten Pfad der Tugend bringen können.
We’re constantly trying to get our content providers to diverge from these types of territorial restrictions and hope to have all music available in all countries.
Besonders albern wird es dann wenn ein Bürger eines Landes für längere Zeit ins Ausland geht. Zumindest für die Gratiskonten ist nicht vorgesehen für länger als zwei Wochen im Ausland zu sein, danach muss man sich erstmal wieder im Heimatland einloggen, damit man weiterhören kann. Das führt dann dazu, dass die ganzen Berlinschweden alle zwei Wochen jemanden anstupsen müssen, sich mal kurz mit ihren Benutzerdaten bei Spotify einzuloggen, damit sie wieder weiter Musik hören können.
Ich habe mal spaßeshalber mit dem Benutzerkonto einer Freundin eine kleine Bestandsaufnahme des aktuellen Sortiments gemacht. Von Ausnahmen abgesehen waren Morr Music, City Centre Offices und Karaoke Kalk sehr gut vertreten, ansonsten war die Ausbeute sehr durchwachsen. Hier eine kleine Übersicht, wobei + bedeutet alle oder fast alle Alben vorhanden, o bedeutet zumindest ein Teil der Alben war vorhanden und - bedeutet kein einziges Album war vorhanden (aber vielleicht einzelne Tracks von Kompilationen). Die Auswahl ist natürlich vollkommen willkürlich.
Styrofoam + Lali Puna + Múm o Ms. John Soda + The Go Find + Masha Qrella + Benjamin Gibbard o Contriva + Seabear + The Wooden Birds + Electric President o Arovane + Christian Kleine + Dictaphone + Xela + Dub Tractor + Ulrich Schnauss - Swod + Donna Regina o Hauschka + Takagi Masakatsu + Wechsel Garland + Kuchen + März - Hausmeister + Club 8 o Douglas Heart o Laurel Music o Frida Hyvönen + Säkert! + Hello Saferide + Raymond & Maria + Anna Järvinen + PeterLicht + Die Aeronauten o Die Sterne o Tilman Rossmy + Chris Garneau - Trentemøller o Pipas o The Submarines + Slowblow - Piana + Emilian Torrini +
Das gestern erschienene neue Album von The Go Find sucht man indes leider vergeblich. Der brave Spotify-Nutzer ist also nicht nur im Nachteil gegenüber den Albumleak-Downloadern, er ist ebenso im Nachteil gegenüber den Albumkäufern. Die Zukunft der Musikindustrie habe ich mir irgendwie sexyer vorgestellt.
losing means winning 20. Apr 2009
Die Haftstrafe und Schadensersatzforderung gegen die vier Gründer Frederik Neij, Gottfrid Svartholm Warg, Peter Sunde Kolmsioppi und Carl Lundström dient auch als PR für die politischen Bemühungen der schwedischen Piratenpartei, die sich für Informationsfreiheit und Datenschutz einsetzt. “Das Urteil ist für uns die Fahrkarte ins EU-Parlament”, gab sich der stellvertretende Vorsitzende, Christian Engström, ungeachtet des harten Urteils euphorisch. Dass diese Aussage nicht nur heiße Luft enthält, beweisen folgende Zahlen: Die am 1. Januar gegründete Piratenpartei stellt mit über 25.000 Mitgliedern die viertgrößte Partei Schwedens. Womöglich reichen wenig mehr als 100.000 Stimmen für ein Sitz im EU-Parlament. (Quelle: Laut.de)
temporary glitch 17. Apr 2009
But as in all good movies, the heroes lose in the beginning but have an epic victory in the end anyhow. That’s the only thing hollywood ever taught us. (Quelle: The Pirate Bay Team)
victory for transparency 03. Mar 2009
Die 1800 Geräte, an denen bei der Bundestagswahl 2005 rund zwei Millionen Bürger ihre Stimmen abgegeben haben, widersprechen dem Grundsatz der Öffentlichkeit der Wahl, heißt es in dem Urteil des Verfassungsgerichts vom Dienstag. Damit wird der Einsatz solcher in Deutschland seit zehn Jahren verwendeten Wahlmaschinen faktisch beendet. (Quelle: Zeit)
Wenn das mal keine guten Nachrichten sind um einen Tag zu beginnen. Wenn jetzt noch der zu erwartende Freispruch im Pirate Bay-Prozess vollkündet wird, dann ist die Woche schon gewonnen.
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