stack overflow for everything else 17. Jun 2010
Nachdem ich immer mehr zu der Überzeugung gelange, dass Stack Overflow so ziemlich die beste Erfindung seit geschnitten Brot ist, wächst in mir zunehmend das Interesse diese Kommunikationsform auch auf andere Lebensbereiche auszudehnen. Erfreulicherweise gibt es nun mit Area 51 eine gute Grundlage für eine prosperierende Commmunity-Landschaft. Ganz oben auf meiner Liste steht jeweils eine Community für Mathematik und Informatik. Für Mathematik gibt es zwar schon Math Overflow, das richtet sich aber nach meinem Verständnis eher an Forschungsfragen von Mathematikern. Ich vermute mal, wenn ich da mit meinen Pille-Palle-Fragen zur Fourier-Transformation oder der Linearen Algebra komme, da lachen die mich nur aus. Auf Area 51 gibt es bereits einen Vorschlag für eine allgemeine Mathematik-Community, wobei die brennende Frage sein wird, wie die Community mit “homework questions” umgeht. Die Gefahr ist natürlich, dass so eine Community von Horden von Hirnies überflutet wird, die nur keine Lust haben ihre Mathematik-Hausaufgaben zu machen. Für Informatik gibt noch keine eigene Community, es ist aber erlaubt Informatik-Fragen auf Stack Overflow unter dem Tag computer-science zu stellen.
all-time favorite theorem name 09. Jun 2010

Ich stelle mir gerade die verstörten Gesichtsausdrücke meiner Kommilitonen vor, wenn im ersten Semester anstatt der Booleschen Logik die Büchi-Elgot-Trakhtenbrot-Logik gelehrt worden wäre.
leopard upgrade mathematics 07. Jun 2010

gender mainstreaming has failed 06. Oct 2009

Ich bin mir sicher meine kleine Nichte würde sich von der Aufmachung der Mädels-Edition angesprochen fühlen. Die Jungs-Edition finde ich weniger gelungen, da der abgebildete Jungpirat mit seinem freundlichen Lächeln wenig Kredibilität ausstrahlt. Ich würde mir da als Junge einen etwas grimmigeren Piraten als Vorbild wünschen. Das Piratenleben ist ja schließlich kein Ponyhof. (Quelle: Taz, Pons)
who needs gender discussion? 15. Jun 2009
Komischerweise habe ich in meinem gesamten Leben noch nie eine Frau kennengelernt, die sich in irgendeiner Weise darüber geäußert hätte, dass ihre Karriere aufgrund ihres Geschlechts in irgendeiner Art und Weise beeinflußt worden wäre. Das soll nicht heißen, dass es nicht Fälle gäbe, wo das nicht tatsächlich der Fall ist, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne, aber mir scheint diese gesamte Gleichberechtigungsdebatte heutzutage überflüssig wie Bauchweh.
Das prototypische Beispiel dafür ist meine kleine Nichte. Die hat trotz sehr guter Noten schon mit sieben Jahren eine mittelstarke Aversion gegenüber Mathematik. Kein Mensch kann sich diese plötzliche unnatürliche Abneigung erklären, aber sie ist da und wenn sich nicht ein Wunder ereignet, dann wird das auch aufgrund des stark aufbauenden Charakters des Faches auch so bleiben. Das wiederum wird ihr wahrscheinlich den Weg verbauen sich in der Oberstufe in Physik und Informatik zu engagieren und letztlich womöglich auch davon abhalten ein mathematisch-technisches Studium aufzunehmen. Wohin das führt ist ja hinlänglich bekannt. Die Frauenquoten in mathematisch-technischen Studiengängen sind meines Wissens seit Jahrzehnten in etwa gleich niedrig, in bestimmten Bereichen sogar im niedrigen einstelligen Bereich. Letztlich sind solide mathematische Kenntnissse in jederlei Hinsicht eine wichtige Grundlage für Erfolge in diesem Bereich.
Wenn ich jedoch in meinen erweiterten Freunde- und Bekanntenkreis schaue, dann treffe ich bei Frauen im Zusammenhang mit Mathematik primär auf zwei Emotionen: Angst und Abscheu. Das bedeutet mitnichten, dass die Männer alle mathematische Genies wären, aber es gibt da nicht diese enorme psychische Barriere. Letztlich geht dann jeder seinen Neigungen nach und am Schluß arbeitet der Mann als Physiker und die Frau als Bibliothekarin.
Ich wage zu beweifeln, dass die Lehrerin, die Schüler, meine Schwester oder mein Schwager gegenüber meiner Nichte propagieren: “Mathematik ist nur für Jungs, mach mal deine Kunst und deine Sprachen, dass ist besser für dich”. Die hat sich nach meinem Eindruck aus freien Stücken gegen die Mathematik entschieden.
Komischerweise habe ich übrigens noch nie einen “Erfolgsbericht” darüber gelesen, dass in einem Bereich in dem traditionell Frauen angesiedelt sind, mehr Männer Einzug gehalten hätten. Diese ganze Gleichberechtigungsdiskussion verläuft also immer nur einseitig. Männerförderung in Sozialwesen? Fehlanzeige. Eine Googlesuche offenbahrt die Abgründe. Frauenförderung liefert 239.000 Ergebnisse und Männerförderung 1.460 Ergebnisse.
Ich denke die Gleichberechtigungsdiskussion in den 60ern und 70ern war durchaus sinnvoll, aber das Thema hat sich meines Erachtens mittlerweile einfach totgelaufen. Wer heutzutage als Frau etwas erreichen will, der kann das auch. Ich kenne niemanden der Frauen aktiv an ihrer Karriere hindert, weil er der Meinung wäre, dass Frauen geschlechtsbedingt schlechter wären in einem Bereich. Der einzige Bereich wo vermutlich noch Frauen aktiv diskriminiert werden ist auf dem Bau. Dort arbeiten traditionell oft eher einfache Männer und da werden bestimt auch derbe Sprüche gedrückt, was vermutlich eine abschreckende Wirkung auf Frauen hat. Mir fällt aber ansonsten kein weiterer Bereich wo sowas an der Tagesordnung wäre.
Was zählt ist nicht das Geschlecht, sondern die Fertigkeiten und der Charakter.