welcome in the dark middle ages 19. Feb 2010

Die schwedische Urheberrechtsmafia hat heute einen gezielten Schlag gegen meine Person verübt. Als ich mich heute Morgen über Schweden und die Welt mit der öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendung Rapport informieren wollte wurde mir obige ernüchternde Fehlermeldung präsentiert. Das Internet ist global? Fehlanzeige! Kleinstaaterei egal wo man hinschaut. Gott sei dank gibt es wirksame Gegenmittel.
flash madness on heute.de 09. Feb 2010
Ich lese ja sehr gerne die Nachrichtenmeldungen von heute.de weil sie im Gegensatz zu denen der meisten anderen Nachrichtenmedien auf mich zumindest einigermaßen neutral wirken. Den Relaunch vor einigen Monaten fand ich ziemlich enttäuschend, bin aber in Ermangelung von vergleichbaren Alternativen nach wie vor Stammleser. Ich vermute sehr stark der mißlungene Relaunch ist das Produkt eine mißlungenen Medienpolitik der Regierung. heute.de war einfach zu gut, man mußte es deshalb schlechter machen, damit es keine gebührenfinanzierte Konkurrenz zu den Printmedien im Netz darstellt. Was sich aber völlig meinem Verständnis entzieht ist warum alles in der Welt braucht man für diese Nachrichtenmeldung eine Flash-Applikation? Welchen konkreten Mehrwert bietet hier Flash? Wenn es um animierte interaktive Grafiken geht kann ich es ja noch ansatzweise nachvollziehen, warum jemand auf die Idee kommt Flash einzusetzen, aber in diesem Fall entzieht sich die Motivation völlig meinem Verständnis. Anyone?
taz cinema commercial 01. Oct 2009
Ich schließe mich dem Urteil des Bundesgerichtshofs an, diese Taz-Werbung ist mitnichten menschenverachtend, sondern im Gegenteil äußerst liebevoll gestaltet. Ich finde der Bildleser wird als sympathischer und humorvoller Mensch dargestellt.
pirate bashing by left-wingers 20. Sep 2009
Wer also sein Kreuz für die Piraten macht, muss sich darüber im Klaren sein, dass dann in Zukunft zum Beispiel Songs von Die Ärzte unbehelligt auf Nazi-Demos gespielt werden dürfen. (Julian Weber in der Taz)
Ich nehme mit steigender Verwunderung zur Kenntnis, wie sich die Piratenpartei in Kreisen der sogenannten politischen Linken als beliebte Zielscheibe etabliert. Nicht nur, dass jeder politische oder mediale Fehltritt auf breiter Front genüßlich ausgeschlachtet wird, nein auch in der allgemeinen Berichterstattung schreckt man nicht davor zurück höchst fragwürdige propagandistische Seitenhiebe zu verteilen. Ich vermute dieses Verhalten beruht auf zwei Ängsten.
Die erste Angst ist die Angst vor dem Unbekannten. Die Piratenpartei entspricht in ihrem Auftreten nicht den gewohnten Kommunikationsprinzipien, die sich in Jahrzenten in der Parteienlandschaft etabliert haben. Die Piraten verweigern sich vieler mehr oder weniger fragwürdiger Verhaltensweisen des allgemeinen Politikbetriebes. Dies sorgt natürlich bei den alten Hasen für Unsicherheit, weil ihre altgedienten Verhaltensweisen ins Leere laufen.
Die zweite Angst ist die Angst vor der Bedeutungslosigkeit. Die Piratenpartei hat sich in den vergangenen Monaten von einem Nischenphänomen zur einer wichtigen politischen Kraft gewandelt. Sowohl medial als auch auf der Straße kommt man kaum noch um die Piratenpartei herum. Sicherlich wird die Piratenpartei aufgrund ihres schillernden Namens einige Nichtwähler aktivieren, aber vor allem ist davon auszugehen, dass sie zunehmend bestehende Wähler der sogenannten politischen Linken abwirbt, die sich bisher nur auf dem Papier um die digitalen Bürgerrechte gekümmert haben und erst seit dem Aufkommen der Piratenpartei ein mehr oder weniger ernsthaftes Interesse daran gefunden haben.
my compact discs are still healthy 21. Mar 2009
Da Compact Discs bekanntlich nicht ewig leben hat es mich mal interessiert wie weit der Zerfall meiner Sammlung schon fortgeschritten ist. Zur Untersuchung habe ich zwei Stichproben von älteren Jahrgängen genommen. In meinem Archiv befinden sich mit Dead Letter Office und Document zwei Exemplare von R.E.M.-Pressungen aus dem Jahr 1987. Diese haben also immerhin schon 22 Jahre auf dem Buckel und qualifizieren sich somit hinreichend für meine Untersuchung. Meine Untersuchung bestand aus einem vollständigen Auslesen der CD. Als Hardware für das Auslesen habe ich das Matshita DVD-R UJ-857E meines MacBook Pro benutzt. Als Software für das Auslesen habe ich cdparanoia benutzt. Aufgerufen habe ich die Software mit cdparanoia -BvX, was alle Tracks ausliest, verbose Meldungen ausgibt und das Auslesen abbricht sobald ein Lesefehler auftritt. Das Ergebnis ist erfreulich, beide CDs wurden ohne einen einzigen Lesefehler ausgelesen. Es wäre sicherlich interessant die CDs zusätzlich mal unter ein Mikroskop zu legen und die Struktur der Oberfläche zu untersuchen, aber diese Möglichkeit habe ich leider in meinen vier Wänden nicht. In 8-10 Jahren sollte ich die CDs dann wohl nochmal untersuchen, und schauen ob die Ergebnisse ebenso positiv ausfallen wie zum jetzigen Zeitpunkt.
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