question of the day 12. Sep 2008
Island hat 300.000 Einwohner, Asien umfaßt etwa 4 Milliarden Menschen, wieso kenne ich trotzdem mehr isländische Bands als asiatische? Selbst wenn man annähme, dass die Isländer im Schnitt interessantere Musik machen als die Asiaten bliebe immer noch ein krasses Mißverhältnis.
An der höheren Sprachbarriere liegt es nicht, denn zum einen ist es mir wurscht ob ich die Songtexte verstehe oder nicht und zum anderen verstehe ich genauso wenig Isländisch wie etwa Chinesisch oder Japanisch. Auch liegt es nicht daran, dass die Isländer womöglich besseres Englisch sprächen als die Asiaten und deswegen von mir einen Verständlichkeitsbonus bekämen. Vielleicht liegt es an der Aussprechbarkeit der Bandnamen und Album- bzw. Liedtitel, denn das Isländische ist zwar mit seinen zahlreichen Sonderzeichen und Aussprachegeln auch kaum richtig auszusprechen, jedoch kann man sich immerhin eine vaage Vorstellung davon machen, wie die Wörter zu klingen haben. Auf englischsprachigen Informationsseiten zu asiatischen Bands ist zwar teilweise die Aussprache angegeben, jedoch bleibt bei mir trotzdem so ein Gefühl der Nicht-Greifbarkeit. Ein anderer Faktor ist die Tippbarkeit der Namen. Bei Isländischen Bands findet man die Webseiten selbst dann wenn man bei der Suche die diakritische Zeichen durch lateinische Buchstaben ersetzt, bei asiatischen Bands hingegen kann man den Namen überhaupt nicht eintippen, es bleibt also nur irgendeine Seite zu bookmarken, wo der Name vorkommt und dann via Copy & Paste den Namen in die Suche einzusetzen. Ein Faktor könnte vielleicht auch sein, dass die asiatischen Labels die westlichen Musikmedien nicht mit Promotionskopien ihrer Musik bemustern oder sie es zwar tun, aber ignoriert werden. Ein weiterer Faktor könnte sein, dass die Vertriebe der asiatischen Labels nicht an westliche Läden ausliefern. Wenn ich mir beispielsweise Boomkat oder Dotshop anschaue, dann bin ich dort noch nie über nicht-lateinische Alphabete gestolpert. Bei A-Musik gibt es zwar eine Rubrik “Music from Japan”, das Angebot ist jedoch sehr überschaubar und der Zeichensatz ist bei allen Künstlernamen lateinisch. Außerdem: Wenn ich mir bei Last.fm die “Similar Artists” meiner Lieblingskünstler angucke dann werden mir dort nie Künstler angzeigt mit Namen die aus asiatischen Zeichen bestehen.
Zusammenfassend kann man sagen es gibt schon Erklärungen, die die Angelegenheit plausibel erscheinen lassen, aber wirklich überzeugende Gründe fehlen.
finest danish frickel 06. Sep 2008
Auf geht’s zur Minderheitenbeschallung nach Köln.
general life advice 04. Sep 2008
Leave the house at least once a day! (Entertainment for the braindead)
disputable musical memory 06. Aug 2008
Eigentlich gute Musik, die ich mir nicht mehr anhören kann, weil es mich an sie erinnert.
golden times again for filesharing 06. Aug 2008
Wie heise online bereits berichtete, erarbeiteten die deutschen Generalstaatsanwaltschaften Leitlinien zum möglichst einheitlichen Umgang mit dem Phänomen der Massenstrafanzeigen. In Nordrhein-Westfalen (NRW) mündete dies nun in einem Schreiben an die Staatsanwaltschaften. Demnach sollen in NRW Anschlussinhaber nur noch ermittelt werden, wenn sie mehr als 3000 Musik- oder mehr als 200 Filmdateien über ihren Tauschbörsen-Client zum Download angeboten haben. Ähnliche Empfehlungen wie die von den Generalstaatsanwaltschaften in NRW gibt es auch in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. (via heise)
Die Musik- und Filmindustrie flucht verständlicherweise wie ein Rohrspatz.