my compact discs are still healthy 21. Mar 2009
Da Compact Discs bekanntlich nicht ewig leben hat es mich mal interessiert wie weit der Zerfall meiner Sammlung schon fortgeschritten ist. Zur Untersuchung habe ich zwei Stichproben von älteren Jahrgängen genommen. In meinem Archiv befinden sich mit Dead Letter Office und Document zwei Exemplare von R.E.M.-Pressungen aus dem Jahr 1987. Diese haben also immerhin schon 22 Jahre auf dem Buckel und qualifizieren sich somit hinreichend für meine Untersuchung. Meine Untersuchung bestand aus einem vollständigen Auslesen der CD. Als Hardware für das Auslesen habe ich das Matshita DVD-R UJ-857E meines MacBook Pro benutzt. Als Software für das Auslesen habe ich cdparanoia benutzt. Aufgerufen habe ich die Software mit cdparanoia -BvX, was alle Tracks ausliest, verbose Meldungen ausgibt und das Auslesen abbricht sobald ein Lesefehler auftritt. Das Ergebnis ist erfreulich, beide CDs wurden ohne einen einzigen Lesefehler ausgelesen. Es wäre sicherlich interessant die CDs zusätzlich mal unter ein Mikroskop zu legen und die Struktur der Oberfläche zu untersuchen, aber diese Möglichkeit habe ich leider in meinen vier Wänden nicht. In 8-10 Jahren sollte ich die CDs dann wohl nochmal untersuchen, und schauen ob die Ergebnisse ebenso positiv ausfallen wie zum jetzigen Zeitpunkt.
songbird needs a cd ripper 15. Mar 2009
I have a collection of about 800 CDs which I will eventually be ripping into a lossless format, as laptop harddisks reach a reasonable size. Currently I usually buy 5 CDs a month which I rip into my iTunes. I prefer buying CDs over buying MP3/AAC-Downloads, as they provide better value for the money from my point of view. Songbird would definitely need this feature for me to switch over, as I want an integrated solution for ripping.
If you also share the opinion, that Songbird should have an integrated cd ripper, than you should tell the songbird folks. It seems they actually read the stuff that’s written there. It’s probably best to reply directly to Rob Lord’s comment, as he will probably be notified if his comment receives replies. If you have further suggestitions on the implementation you can write a comment on the bug tracker.
the send what you want principle 19. Jan 2009
Ben Cooper von Electric President hat im Rahmen seines Radical Face-Projekts ein Sammelsurium von Tracks produziert die sich im Laufe der Zeit bei ihm angehäuft haben. Für eine Albumveröffentlichung sind sie zu heterogen, also möchte er sie anderweitig unter das Volk bringen. Sein Ansatz ist dabei ähnlich Radioheads Pay-What-You-Want-Prinzip und doch ganz anders. Ich nenne es mal das Send-What-You-Want-Prinzip. Um in den Genuß der Tracks zu kommen muss man ihm nämlich einen beliebigen Gegenstand an ein eigens dafür eingerichtetes Postfach schicken. Die einzige Bedingung dabei ist, dass man kein Geld schicken darf. Wenn man ihm dann auch noch eine Postadresse beilegt, dann schickt er einem eine Compact Disc mit seinen versammelten Kleinoden zu.
Um ehrlich zu sein, ich finde die Idee ziemlich gut. Ich hatte ziemlichen Spaß dabei mir einen adäquaten Tauschgegenstand zu überlegen und ich bin mir sicher Herr Cooper dürfte ebenso viel Spaß beim begutachten seiner Tauschgüter haben. Wenn ihr mitmachen wollt bei der Aktion kann ich euch nur empfehlen euch zu spurten, weil nur maximal 400 CDs verschickt werden und für die Zu-Spät-Gekommenen gibt es nur noch schnöde Downloadlinks als Trostpreis.
Ich habe mich nach reiflicher Überlegung für die DVD eines deutschen Kurzfilmklassikers entschieden. Ursprünglich wollte ich ihm ein ganzes Sortiment an deutschen Filmen zukommen lassen, aber da keine einzige meiner deutschen DVDs englische Untertitel besaß habe ich mich dann für Staplerfahrer Klaus entschieden, weil die Sprache dort von untergeordneter Rolle ist. Ich hoffe Herr Cooper hat einen Sinn für Splatterfilme und fühlt sich gut unterhalten. Interessanterweise will er am Ende der Aktion eine Liste mit dem ihn zugesandten Gegenständen veröffentlichen. Von ausgewählten Gegenständen soll es auch Fotos geben. Es bleibt spannend!
bobby baby in cologne 04. Jan 2009

Foto: Kristina Sälgvik
Da es scheinbar nirgendwo beworben wird möchte ich hiermit auf das Konzert von Ella Blixt aka Bobby Baby im Motoki-Wohnzimmer am 15.1.2009 aufmerksam machen. Ich habe Ella letztes jahr in der It’s a musical!-Formation als Vorband von The Go Find im NBI in Berlin gesehen und war begeistert von ihrer lebendigen Darbietung und ihrem sympathischen Auftreten und freue mich drum sehr auf das Konzert in Köln. Wer Ella noch nicht kennt für den gibt es auf ihrer Website einen Haufen wunderhübscher Lieder zum herunterladen und als kleiner Service für die restliche Republik hier noch die vollständigen Tourdaten.
08.01.2009 Berlin — Aufsturz
09.01.2009 Dresden — Ost-Pol
10.01.2009 Leipzig — Noch Besser Leben
11.01.2009 Großhennersdorf — Kunstbauerkino
12.01.2009 Jena — Cafe Wagner
14.01.2009 Augsburg — Pavian
15.01.2009 Köln — Motocki
16.01.2009 Kiel — Prinz Willy
17.01.2009 Fürstenwalde — Club im Park
compact disc vs. music download 02. Jan 2009
Musik wird hauptsächlich im Internet herunterladen, sowohl legal als auch illegal. Der Absatz von CDs ist seit dem Jahr 2000 um die Hälfte gesunken, von 29 Millionen CDs auf rund 15 Millionen. (Sveriges Radio)
Warum mich das wundert? Weil ich mich selbst überhaupt nicht in diesem Trend wiederfinden kann. Ich kaufe nicht nur nach wie vor Vinyl sondern auch ungebrochen Compact Discs. Musicdownloads kommen mir nur im absoluten Ausnahmefall ins Haus, z.B. wenn ein Track nur als Download verfügbar ist. Was mich motiviert nach wie vor Compact Discs zu kaufen?
Vorteile einer CD gegenüber Musikdownloads
- Bei Digipaks und Buchausgaben die haptische Qualität
- Bisweilen liebevoll gestaltete Booklets
- Coverart in beliebiger Auflösung scanbar (Die Auflösung von Downloadcovern ist Schwankungen unterworfen und nicht alle Labels bieten ihre Cover in hoher Qualität zum Download an)
- Ich kann sie verschenken (Schonmal eine Datei verschenkt? Klar kann man auch gebrannte CDs liebevoll gestalten, aber spätestens wenn man anfängt das Booklet durch den Farbkopierer zu jagen wird es albern)
- Ich kann sie weiterverkaufen (Das ist natürlich kein ernsthafter Grund für den CD-Kauf, aber dennoch ein nicht zu verachtender Bonus, falls die Liebe nicht ewig währt)
- Sie kann nicht abstürzen wie Festplatten (Klar mache ich regelmäßige Datensicherungen von meiner iTunes-Bibliothek, aber seitdem ich letztens gehört habe, dass einem Bekannten sowohl seine Festplatte als auch seine Backup-Festplatte zeitgleich abgeschmiert sind hat mich das in diesem Punkt gestärkt)
- Ich kann sie jederzeit mit einem beliebigen Kodierer in bester Qualität umwandeln (z.B. in ein Lossless-Format!)
- Es gibt keine nutzerfeindliche Digitale Rechteverwaltung (DRM)
- Es gibt kein teuflisches Wasserzeichen mit meinen persönlichen Daten, ich kann die CD also im Rahmen der Privatkopie einem Freund kopieren ohne Angst zu haben verklagt zu werden, falls dieser auf die Idee kommt diese in ein Filesharing-Netzwerk einzustellen. Im Gegensatz zu Wasserzeichen-Dateien, die falls sie im Netz landen, geradezu eine Steilvorlage für die Advokaten der Musikindustrie sind.
- Man kann Musik hören ohne einen MP3-Spieler/Rechner (Klar, Vinyl ist schöner, aber darum geht es hier nicht)
- Eine Schrankwand mit Tonträgern mindestens so dekorativ wie eine schöne Bücherwand.
Nachteile einer CD gegenüber Musikdownloads
- Die CD verbraucht Platz in der Wohnung und muss beim Umzug transportiert werden (Nicht zu unterschätzen!)
- Auch gepresste Compact Discs haben nur eine begrenzte Haltbarkeit (Laut Ingo Kolasa vom Deutschen Musikarchiv etwa 50 Jahre)
- Wenn man im Netz kauft gibt es keine sofortige Bedürfnisbefriedigung, man muss je nach Anbieter ein bis zwei Tage warten bis man seinen Musik hören kann. (Aber wie heißt es so schön: Vorfreude ist die schönste Freude!)
Ich denke das waren die wesentlichen Punkte, habe ich was vergessen?