history of the typewriter 14. Jul 2010

Oh mein Gott, wie geil ist das denn bitteschön?! (via Fefe) Und wer dabei nostalgische Gefühle bekommt, der sollte sich mal diesen Mod angucken.

 

about nerds and digital natives 30. Apr 2010

Aus der Brand Eins ist nun ein Artikel über Nerds und über Digital Natives online. Der Nerdartikel ist prima, aber der Artikel über die sogenannten Digital Natives ist eher deprimierend. Er wirft auf ein trauriges Licht auf die junge Generation. Wenn man dem Artikel glauben mag, dann handelt es sich um eine Generation von substanzlosen Dampfplauderern die gerne mit albernen Anglizismen um sich werfen und ihre wertvolle Zeit am liebsten bei Twitter oder Facebook verschwenden.

 

the medium is vanishing 28. Nov 2008

Ich habe beobachtet, dass es bei jüngeren Menschen in der Tat eine fehlende Bindung zu Tonträgern zu geben scheint. Diese Menschen besitzen dann typischerweise weniger Tonträger als ein Mensch Finger an seinen beiden Händen hat. Ihre Musik laden sie sich bei Rapidshare herunter und wenn sie dort nichts finden, dann kaufen sie auch mal eine handvoll Tracks bei einem Online-Store. Dass einige dieser Audiodateien Wasserzeichen enthalten stört sie nicht weiter, denn sie wissen garnicht was das ist.

Diesen digitalen Tondokumenten wird keine Liebe geschenkt. Die Musiksammlungen solcher Menschen sind meistens Kraut und Rüben. Die Metadaten der Audiodateien spiegeln das zerrüttete Verhältnis ihrer Besitzer zum Medium wider. Coverart sucht man hier meist vergeblich, es sei denn es handelt sich um eine gekaufte Audiodatei welches schon ab Werk damit versehen war, auch beim Thema Bitraten sieht es düster aus und beim Thema Lossless erntet man nur ein großes Achselzucken.

Solche Menschen besitzen darüber hinaus keine Datensicherung ihrer Musiksammlung. Da diese Menschen ihren Rechner ähnlich stiefmütterlich wie ihre Musiksammlung behandeln stürzt dieser von Zeit zu Zeit mal ab. Manchmal geht dabei auch die Musiksammlung verloren, das finden diese Menschen dann etwas ärgerlich, aber wirklich stören tut es sie nicht, denn sie können die Sachen ja einfach wieder aus der großen Bibliothek, dem Internet, herunterladen.

Manchmal machen sich diese Menschen auch nicht Mühe ihre Musik herunterladen, es gibt ja die meisten Sachen auf bei Video-Dienstleistern. Sie legen sich dann einfach ein paar Lesezeichen auf Musikvideos an und wenn sie ein Lied hören möchten wollen, dann klicken sie einfach auf das Lesezeichen. Gelegentlich werden bei den Anbietern Videos entfernt, das stört sie aber nicht, denn meistens findet sich der Track noch irgendwo anders wieder.

Ich als Nerd betrachte dieses Geschehen mit einem milden Stirnrunzeln. Fakt ist, die meisten Menschen sind nunmal keine Kontrollfreaks. Für diese Menschen ist okay, wenn sie einen Track mal nicht finden, weil er schlecht getaggt ist. Für sie ist es okay, wenn sie Musik verlieren weil sie kein Backup haben. Für sie ist es okay, wenn ein Anbieter einen Track löscht, den sie gehört haben. Diese Menschen betrachten das Leben viel mehr als ein Lauf des Schicksals denn als Kontrollfeld. Wenn der DRM-Server eines Musikanbieters abgeschaltet wird und damit die Musiksammlung beim Kauf eines neuen Computers entwertet wird, dann meint es das Schicksal halt nunmal so.

Ich als Connaisseur wundere mich darüber, dass diese Menschen nicht das haptisch-emotionale Erlebnis eines physischen Tonträgers vermissen. Gerade in einer Welt wo Menschen sich komplette Labelkataloge via Torrent herunterladen stellt die Anschaffung eines physischen Tonträgers ein Symbol für Wertschätzung und emotionale Bindung dar. Was ist denn schon der emotionale Wert eines Downloads von einem Ein-Klick-Hoster im Vergleich zu einem beim Konzert aus den Händen des Künstlers erworbenen und signierten Tonträger der schon unzählige Male durch die eigenen Hände gegangen ist?

Letztlich muß jeder Mensch für sich selbst entscheiden wieviel Liebe er seiner Musiksammlung schenkt.

 

you can fix it, can't you ? 03. Apr 2008

Ich bin einer von diesen Freunden die man anruft, wenn der Computer oder andere technische Gerätschaften nicht funktionieren. Aus mir unverständlichen Gründen wird mir dabei eine Art Omnikompetenz zugeschrieben, ich werde also auch mit Problemen konfrontiert von denen ich eigentlich gar keine Ahnung habe. Wenn ich auf meine Inkompetenz auf diesem oder jenem Gebiet hinweise, dann kommt dann immer nur das unvermeidliche “Ach, komm du kennst dich doch mit Computern aus”. Das interessante dabei ist, dass mir dabei sogar eine Art magische Heilkraft zugesprochen wird, ich also auch oder eben gerade in scheinbar aussichtslosen Fällen konsultiert werde.

 

getting things (not) done 21. Feb 2008

Ich komme mir mit meinem Weblog und meinem Linuxserver so ein wenig wie ein Mofa-Tuner vor. Es gibt immer noch etwas, was man ein wenig eleganter lösen könnte. Schade nur, dass der Zeitaufwand schnell ins unendliche wächst und so das eigentlich angenehme in Freizeitstreß ausartet. Ich habe mir im laufe der letzten zwei Jahre so eine Pipeline von Ideen angestaut, was ich alles noch machen könnte und da jetzt erstmal radikal zusammengestrichen.

Mir fällt es allgemein sehr schwer zwischen wichtigen Verpflichtungen und nebensächlichen Freizeitaktivitäten zu unterscheiden. Ebenso schwer fälllt mir die Priorisierung von virtuellen und physischen Aktivitäten. Ist die Anschaffung einer neuen Badehose nun wichtiger als die HTML-Validität meiner Website ? Sollte ich lieber mal wieder zu Friseur gehen oder mir stattdessen Gedanken über ein vernünftiges konzept zur Passwortvergabe machen. Prototypische Fragestellungen mit denen ich mich quäle und dann meistens weder das eine noch das andere mache sondern stattdessen mir einen Kaffee und einen Keks hole und meine Mails und Newsfeeds lese. Ein Prokrastinierer wie aus dem Bilderbuch.

 

1 2