pay what you want revisited 06. Mar 2010

Auch wenn Radiohead sagen, sie hätten vom Pay-What-You-Want-Prinzip profitiert, so stellt es sicher kein Modell für den anonymen Massenmarkt dar. Wo es aber meiner Meinung nach exzellente Chancen hat ist in der Nische. Bei Menschen wie der Musikerin Julia Kotowski, die ihr Album auf einem Netlabel veröffentlichen und dann parallel auf ihrer Website ein handgemachtes Digipak für den Connaisseur zu einem frei wählbaren Preis jenseits der Selbstkosten verkaufen. Sicherlich wird es auch hier Leute geben, die das Vertrauen mißbrauchen, aber ich denke die Mehrheit der Käufer wird sich ihrer Verantwortung bewußt sein und einen fairen Preis wählen.

Selbst für die Egoisten unter den Fans gibt es gute Gründe spendabel zu sein. Viele Independent-Künstler sind chronisch unterfinanziert und müssen in prekären Jobs arbeiten. Großzügigkeit bei der Bezahlung hilft ganz klar bei der Finanzierung des persönlichen Instrumentenparks und je höher die Einnahmen durch die Musik sind, desto weniger müssen die Musiker arbeiten und desto mehr Zeit haben sie für ihre Musik!

 

netlabel festival in cologne 12. Jun 2009

Entertainment for the Braindead

Heute und morgen findet in Köln das Cologne Commons statt, ein Festival für die Netlabel-Kultur. Das Festival besteht aus zwei Teilen, der tagsüber stattfindenen Konferenz und den Konzerten am Abend. Ich werde heute Abend beim Konzertabend anwesend sein, den ich euch nur ans Herz legen möchte. Auftreten werden unter anderem Entertainment for the Braindead und Moritz “mo.” Sauer von Phlow. Ich empfehle rechtzeitig anzureisen, da sogar das ZDF über das Festival berichtet.