it's pirate party bashing time again! 12. Mar 2010

Und da ist sie wieder, die reflexhafte Verteufelung der Piratenpartei. Erstmal einprügeln, dann gucken ob noch was zuckt und dann ansprechen.

 

pirate party sympathy renewed 15. Feb 2010

Nachdem ich mich gerade auf DRadio Wissen über den aktuellen Stand der Verhandlungen über das Anti-Counterfeiting Trade Agreement informiert habe wurde meine Zuneigung zur Piratenpartei wieder erneuert. Dort stellt man sich erwartungsgemäß unmißverständlich gegen derartige Perversionen und liefert gleich eine Liste mit zahlreichen konkreten Widerstandsmaßnahmen.

 

pirate bashing by left-wingers 20. Sep 2009

Wer also sein Kreuz für die Piraten macht, muss sich darüber im Klaren sein, dass dann in Zukunft zum Beispiel Songs von Die Ärzte unbehelligt auf Nazi-Demos gespielt werden dürfen. (Julian Weber in der Taz)

Ich nehme mit steigender Verwunderung zur Kenntnis, wie sich die Piratenpartei in Kreisen der sogenannten politischen Linken als beliebte Zielscheibe etabliert. Nicht nur, dass jeder politische oder mediale Fehltritt auf breiter Front genüßlich ausgeschlachtet wird, nein auch in der allgemeinen Berichterstattung schreckt man nicht davor zurück regelmäßig rhetorische Seitenhiebe zu verteilen. Ich vermute dieses Verhalten beruht auf zwei Ängsten.

Die erste Angst ist die Angst vor dem Unbekannten. Die Piratenpartei entspricht in ihrem Auftreten nicht den gewohnten Kommunikationsprinzipien, die sich in Jahrzenten in der Parteienlandschaft etabliert haben. Die Piraten verweigern sich vieler mehr oder weniger fragwürdiger Verhaltensweisen des allgemeinen Politikbetriebes. Dies sorgt natürlich bei den alten Hasen für Unsicherheit, weil ihre altgedienten Verhaltensweisen ins Leere laufen.

Die zweite Angst ist die Angst vor der Bedeutungslosigkeit. Die Piratenpartei hat sich in den vergangenen Monaten von einem Nischenphänomen zur einer wichtigen politischen Kraft gewandelt. Sowohl medial als auch auf der Straße kommt man kaum noch um die Piratenpartei herum. Sicherlich wird die Piratenpartei aufgrund ihres schillernden Namens einige Nichtwähler aktivieren, aber vor allem ist davon auszugehen, dass sie zunehmend insbesondere Wähler der sogenannten politischen Linken abwirbt, die sich bisher nur auf dem Papier um die digitalen Bürgerrechte gekümmert haben und erst seit dem Aufkommen der Piratenpartei ein mehr oder weniger ernsthaftes Interesse daran gefunden haben.

 

oversimplified politics are out-dated 16. Sep 2009

Es ist mir völlig schleierhaft, wie man die Meinung vertreten kann es sei doch Allgemeinwissen um welche Zeitung es sich bei der Jungen Freiheit handelt und deswegen ein Urteil gegen einen ehemals Unwissenden aussprechen kann. Ich habe den Namen dieser Publikation noch nie gehört und vertrete die Meinung es handelt sich dabei um Spezialwissen von Menschen die sich in ihrer Selbstdefinition der sogenannten politischen Linken zugehörig sehen und dadurch bedingt eine stark erhöhte Sensibilität gegenüber den Vertretern des Feindeslagers haben.

Ich selbst verwehre mich im übrigen seit jeher dagegen mich in irgendeiner Art und Weise dem trivialisierenden Denken der klassischen politischen Dichotomie zu unterwerfen und sympathisiere stattdessen mit einer Politik des gesunden Menschenverstandes wie sie von der Piratenpartei vertreten wird, auch wenn dies naturgemäß bei klassischen politischen Vertretern auf wenig Gegenliebe stößt. Politisches Handeln sollte sich meiner Meinung nach nicht an plumpen populistischen Parolen wie sie sowohl von Vertretern der sogenannten politischen Linken als auch von Vertreten der sogenannten politischen Rechten regelmäßig vollkündet werden ausrichten sondern stets an solidem Sachverstand und seriösen wissenschaftlichen Studien. Von einem guten Politiker erwarte ich vor allem Authentizität, also dass er sowohl unbequeme Wahrheiten unverblümt verkündet, ohne dabei in irgendeiner Art und Weise Rücksicht auf möglich Popularitätsverluste zu nehmen und auf der anderen Seite aber auch kein Schwarzmaler ist sondern dabei stets auch die positiven Seiten einer Situation angemessen zur Geltung bringt und Menschlichkeit ausstrahlt. Diese Art der Kommunikation ist leider auf der aktuellen politischen Bühne die Ausnahme, meistens regiert Populismus und Pessimismus statt Realismus.

 

dubious pirate party members 06. Jul 2009

Ich würde nicht soweit gehen wie Chris und die Piratenpartei abschreiben, aber ich bin dennoch hochgradig irritiert. Als wenn es nicht genug wäre, dass Herr Tauss die Partei mit seinem laufenden Verfahren belastet, kommt jetzt auch noch Bodo Thiesen hinzu, dem man je nach Auslegung seiner Worte die Leugnung des Holocausts unterstellen könnte. Ich habe mich diesbezüglich an Geschäftsstelle der Piratenpartei gewandt und eine offizielle Distanzierung Thiesens in klaren Worten oder alternativ einen Parteiausschluß gefordert.

 

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