voting machines losing ground 04. Feb 2007

Gov. Charlie Crist announced plans on Thursday to abandon the touch-screen voting machines that many of Florida’s counties installed after the disputed 2000 presidential election. The state will instead adopt a system of casting paper ballots counted by scanning machines in time for the 2008 presidential election. Representative Rush D. Holt, Democrat of New Jersey, plans to introduce a bill in Congress that would require all voting machines nationwide to produce paper records through which voters can verify that their ballots were recorded correctly.

Die Entscheidung des republikanischen Gouverneurs und die Initiative des demokratischen Repräsentanten sind als Schritt in die richtige Richtung sicherlich begrüßenswert, dennoch in meinen Augen inkonsequent. Eine Wahlmaschine die ein Papierprotokoll produziert ist sicherlich um einiges transparenter als ein reines Blackbox-System, aber halt immer noch eine Wahlmaschine und somit per se eine vollkommen überflüssige Technologie. Ob die Wahlergebnisse nun schon nach zwei Stunden oder erst nach zwei Tagen feststehen ist in Anbetracht der Dauer der Wahlperiode völlig unerheblich. Es bleibt zu hoffen, dass die in Deutschland von fast 50.000 Menschen unterzeichnete Petition gegen Wahlcomputer entsprechendes Gehör bei den zuständigen Stellen findet. Zumindest auf lokaler Ebene hält mittlerweile bei einigen Politikern die Vernunft Einzug.

Langens Einspruch gegen die Gültigkeit der Oberbürgermeisterwahl ‘in allen Wahlbezirken, in denen Wahlautomaten verwendet wurden’, hat der Wahlprüfungsausschuss zwar zurückgewiesen. Aber irritiert hat er die Stadtverordneten wohl doch. Auf sein Betreiben hin werden sie an diesem Mittwoch einen im September 2006 selbst gefassten Beschluss über den Kauf von 74 bislang gemieteten Wahlcomputern rückgängig machen.

 

elections need transparency 25. Oct 2006

Wahlmaschine mit George Washington Dass ich von elektronischen Wahlmaschinen wenig begeistert bin, hatte ich ja bereits vor einigen Monaten im Zusammenhang mit den Landtagswahlen angedeutet. In Ermangelung von Transparenz und Verifizierbarkeit halte ich dieses Wahlprinzip für unvereinbar mit einer demokratischen Wahl. Das mittlerweile nachgewiesen wurde, dass die in Deutschland eingesetzten Modelle mit minimalem Aufwand manipuliert werden können, hat meine ablehnende Haltung nicht gerade geschwächt. Ich habe mich deswegen sehr über die Initiative von Tobias Hahn gefreut, der eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht hat, mit dem Ziel dem Einsatz von Wahlcomputern die gesetzliche Grundlage zu entziehen. Ich habe unterzeichnet und kann dies nur jedem weiterempfehlen, dem das demokratische Wahlprinzip etwas bedeutet.

 

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