how politics work in practice 07. Sep 2010
Seit zehn Jahren erzählt der Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky seinen SPD-Parteikollegen wie die Realität in Neukölln aussieht und was man tun müßte um die Situation zu verbessern. Keiner hört ihm zu. Dann kommt ein Herr Sarrazin daher, garniert das ganze mit einer ordentlichen Portion aufmerksamkeitsgenerierendem Rassismus und wird dafür von der Hälfte der Deutschen gefeiert. Und siehe da, plötzlich wird der SPD klar, dass es vielleicht ein gute Idee gewesen wäre wenn sie mal früher auf diesen Buschkowsky gehört hätte. Was lernen wir daraus? Vernünftigen Leuten hört in diesem Land keiner zu und notorische Provokateure bestimmen die politische Agenda. Oh Mann, was für ein Kasperletheater.
slightly off with the numbers 05. Sep 2010
Okay, ich habe mich etwas verschätzt, eine Sarrazin-Partei würde nur 18 Prozent nicht wie von mir vermutet 20 Prozent der Stimmen in Deutschland bekommen.
populism is all the rave in germany 01. Sep 2010
Oskar Lafontaine hat die SPD verlassen erreichte im Osten des Landes bei der letzten Bundestagswahl fast 30 Prozent der Stimmen. Wenn Thilo Sarrazin die SPD verlassen und zur Wahl antreten würde hätte er meiner Meinung nach gute Chancen aus dem Stand auf 20 Prozent der Stimmen zu kommen. In Deutschland gibt es offensichtlich einen erschreckend großen Mob der jedes noch so dumpfe Gedankengut, egal ob in Form von populistischen Parolen oder pseudowissenschaftlichen Hetzschriften begierig aufsaugt. Das erschreckende ist ja, dass Herr Sarrazin nicht nur groben Unfug verbreitet sondern auch noch einen Schnauzbart hat. Historisch gesehen eine wahrhaft beängstigende Kombination.
i must admit i was deeply ashamed 01. Sep 2010
Ich fand es ja schon ein wenig taktlos von meinem Schwedischlehrer, als er beim Thema Parteienlandschaft in Schweden die Kursteilnehmer darauf aufmerksam machte, dass es in Schweden im Gegensatz zu Deutschland keine Politiker gäbe, die von der Bevölkerung für ihre Ausführungen über die jüdischen Gene gefeiert würden.
Den guten Ruf welche die multi-ethnische Fußball-Nationalmanschaft und Lena für Deutschland im Sommer hart erarbeitet haben tritt Herr Sarrazin gerade mit Füßen. Anstatt ihn aus der Partei auszuschließen und sollte man ihm besser gleich die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen und des Landes verweisen. Vielleicht kann er ja im Iran eine Umschulung zum islamistischen Hassprediger machen.
open towards conspiracy theories 26. Aug 2010
Ich bin ja normalerweise kein großer Freund von Verschwörungstheorien, aber die Vorkommnisse um Julian Assange sind einfach so bizarr, dass mir eine gezielte Schmutzkampagne als einzig logische Erklärung erscheint.