swedish nurses united 24. Apr 2012

Das schwedische Gesundheitswesen bekommt gerade einen kleinen Vorgeschmack auf die Konsequenzen des demographischen Wandels. In Schweden gibt es bereits jetzt einen großen Mangel an Krankenpflegern, wobei der Anteil der männlichen Krankenpfleger auch dort bei unter zehn Prozent liegt, sprich man läge mit der Bezeichnung Krankenschwester in der Regel richtig, zumal offenbar im Schwedischen der Begriff Krankenschwester bzw. Krankenpflegerin (“sjuksköterska”) auch für die männlichen Mitarbeiter benutzt wird.

Schwedische Krankenpflege-Schülerin

In Anbetracht der hohen Verantwortung und des stetig wachsenden Leistungsdrucks sind die schwedischen Krankenschwestern, wie auch viele ihrer Berufsgenossinen in anderen Ländern eindeutig unterbezahlt. Insbesondere das Einstiegsgehalt nach dreijähriger Berufsausbildung ist in Anbetracht der dortigen Lebenshaltungskosten ein schlechter Witz.

Seit Jahren wird dagegen protestiert, aber geändert hat dies bis jetzt nichts. Mittlerweile ist den angehenden Krankenschwestern klar geworden, dass allein das beharrliche Hinweisen auf den Missstand diesen offensichtlich nicht beheben wird, weshalb im Dezember letzten Jahres der Nachwuchs im Rahmen einer öffentlichen Protestaktion ein Manifest vorgestellt hat.

Inte under 24 000

Die Teilnehmer der Protestbewegung haben sich entschieden nach Abschluss ihrer Ausbildung keine Anstellung anzunehmen bei der das Einstiegsgehalt unter 24.000 Kronen liegt. In Offlinezeiten wäre diese Protestbewegung vermutlich bald wieder im Sande verlaufen, aber via Facebook und Google Maps ist der Protest mittlerweile soweit erstarkt, dass die Verantwortlichen im Gesundheitswesen kalte Füße bekommen. Man sollte in diesem Zusammenhang vielleicht noch anfügen, dass im Nachbarland Norwegen die Löhne deutlich höher liegen und zwischen den Ländern aufgrund der starken Sprachverwandtschaft praktisch keine Sprachbarriere im Arbeitsmarkt existiert. Dort liegen zwar auch die Lebenshaltungskosten höher, aber bei einem Wechsel in’s Nachbarland wäre der Lohnzuwachs bei weitem stärker als der Anstieg der Lebenshaltungskosten.

 

the uncensored edition 07. Jan 2012

Pippi Långstrump i Söderhavet (1968)

 

old swedish mailbox in helsinki 16. Dec 2011

Schwedischer Briefkasten in Helsinki

In the staircase of my current residence in Helsinki I have discovered traces of swedish language history. The mailbox sign says “Bref och Tidningar” which is swedish for “letters and newspapers”. It is not uncommon to find swedish labels in Helsinki since there is swedish speaking minority but this one caught my attention because it had a non-standard spelling. Since the house has a Jugendstil architecture my assumption was that maybe it’s an old spelling from the turn of the last century. I did some research and found some statements supporting my assumption.

Before the spelling reform of 1906 the v sound was represented by hv- at the beginning of some words, -fv- medially and -f finally. One may still encounter forms like hvad (vad), hvem (vem), gräfva(gräva), bref(brev) in older texts. (Swedish: a comprehensive grammar, Philip Holmes and Ian Hinchliffe, Routledge, 2003, page 584)

Furthermore I found out the house was actually built 1900 by the finnish architect office Usko Nyström, Petrelius & Penttilä which is six years before the spelling reform so it seems quite reasonable they’ve used the old spelling on the mailbox.

 

saint lucy's day is close 02. Dec 2011

Lussekatter

Am 13. Dezember ist schon wieder Luciafest, d.h. Lussekattertag!

 

finding an apartment in stockholm 27. Jun 2011

Wohnungssuche in Stockholm ist etwas für Abenteuerlustige. Wer sich einen Eindruck von der emotionalen Intensität dieses Erlebnisses verschaffen möchte, dem empfehle ich die Lektüre von 24 minuter från T-Centralen. Die Authentizität der darin dargestellten Szenen wurde mir bereits von mehreren Einheimischen bestätigt.

 

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