why should "celebreties" interest me? 18. Feb 2012

Google Plus hat mir gerade angeboten ich solle doch mal ein paar “interessante Personen” in meinen Stream einfügen. Interessante Personen sind nach Googles Definition insbesondere sogenannte “Prominente”. Kann mir bitte mal jemand erklären warum ausgerechnet “Prominente” (wie auch immer Google diese Personengruppe genau definiert) für mich “interessante Personen” sein sollten? Eine “interessante Person” ist für mich jemand der mein Leben in irgendeiner Form bereichert. Meine Freunde sind “interessante Personen”, meine Familie sind “interessante Personen”, die hübsche Bedienung im veganen Burgerladen ist eine “interessante Person”.

Über welche Eigenschaften verfügt denn ein “Prominenter”, die ihn für mich interessant machen könnten? Nach meinem Verständnis zeichnet sich ein “Prominenter” dadurch aus, dass er die Aufmerksamkeit von vielen Menschen auf sich zieht. Auf welchem Wege er dies erreicht, darüber wird keine Aussage gemacht.

Tatsächlich hat der Begriff “Prominenter” in meiner Wahrnehmung schon seit längerem eine stark negative Konnotation, da er oft in Zusammenhang mit Menschen verwendet wird, die sich gerade durch besonders gehaltlose Kommunikation und fragwürdige Handlungen auszeichnen. Das geht mittlerweile soweit, dass der Begriff “Prominenter” in seiner unreflektierten Verwendung für mich zu einem Stoppbegriff geworden ist, sprich wenn das Wort in einem Text vorkommt breche ich sofort die Lektüre ab. Wenn der Autor sich gar dazu ereifert die verkürzte Form “Promi” zu verwenden hat er in meinen Augen jegliche Kredibilität verloren.

Wer sich diesen und anderen Datenmüll ersparen möchte, dem empfehle ich folgende Regel in sein User CSS einzufügen:

div.k-Qf-IH-nb {display:none !important;}

Damit wird der Quatsch rechts neben dem Stream komplett ausgeblendet.

 

taking the taboo out of a term 04. Jul 2011

Es lohnt sich die Karriere des Begriffes Deutschenfeindlichkeit als ein schönes Beispiel für die Enttabuisierung eines Begriffes zu betrachten. Im rechtspopulistischen Sumpf ist der Begriff bereits seit einigen Jahren fest etabliert. Im Oktober letzten Jahres gab es dann eine Tagung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit dem vorsichtigen Titel “Der Streit um die sogenannte Deutschenfeindlichkeit”. In der Berichterstattung des Tagesspiegels wurde der Begriff damals noch ein wenig verschämt in Anführungszeichen gesetzt. Die Zeiten sind nun offensichtlich vorbei. Im Artikel über das Gewaltverbrechen an der U-Bahnstation Lichtenberg titelte der Tagesspiegel heute ganz selbstsicher ohne die Relativierung durch “sogenannte” und ohne Anführungszeichen.

Nachtrag [23:37]: Ein Mitarbeiter des Tagesspiegels hat den Begriff Deutschenfeindlichkeit in der Überschrift um Anführungszeichen ergänzt. Es gibt noch eine Kopie des Artikels wo der Begriff weiterhin ohne Anführungszeichen verwendet wird.

Der Begriff Deutschenfeindlichkeit im Tagesspiegel

 

you gotta love these mba assholes 16. Jun 2011

Wenigstens auf die Dreckskapitalisten ist noch Verlass!

 

nein, sorry, kein fucking english 05. Jun 2011

Wenn die Bedienung in einem authentischen Burger-Restaurant die Bestellung charmant in amerikanischem Englisch aufnimmt, dann empfinde ich das als witziges Gimmick, etwa so wie wenn der Pizza-Italiener seine deutsche Ausprache mit einer Prise Italienisch würzt, aber in allen anderen Lokalitäten weigere ich mich beharrlich und antworte sturr auf Deutsch. In solchen Momenten würde ich vermutlich einen ganz guten CSU-Wähler abgeben.

 

the ubiquitous anglicism terror 25. May 2011

Airport, Airline und Keeper stehen derzeit ganz weit oben auf meiner Hassliste.

 

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