victory for transparency 03. Mar 2009
Die 1800 Geräte, an denen bei der Bundestagswahl 2005 rund zwei Millionen Bürger ihre Stimmen abgegeben haben, widersprechen dem Grundsatz der Öffentlichkeit der Wahl, heißt es in dem Urteil des Verfassungsgerichts vom Dienstag. Damit wird der Einsatz solcher in Deutschland seit zehn Jahren verwendeten Wahlmaschinen faktisch beendet. (Quelle: Zeit)
Wenn das mal keine guten Nachrichten sind um einen Tag zu beginnen. Wenn jetzt noch der zu erwartende Freispruch im Pirate Bay-Prozess vollkündet wird, dann ist die Woche schon gewonnen.
support the pirate party 02. Jan 2009
Die erste Piratenpartei war die schwedische Piratpartiet, die am 1. Januar 2006 unter der Führung von Rickard Falkvinge gegründet wurde. Ihren Namen hatte sie hierbei von der Anti-Copyright-Organisation Piratbyrån, welche zuvor bereits den BitTorrent-Tracker The Pirate Bay gründeten.
Die Parteiziele der Piratenpartei sind ebenso überschaubar wie relevant. Um eventuelle Mißverständnisse vorzubeugen sei hier nochmal hervorgehoben, das Anliegen der Piratenpartei ist es mitnichten das Urheberrecht abzuschaffen, sondern (unter anderem) das Recht das Privatkopie zu stärken. Damit dieses und andere Ziele auch erreicht werden können braucht die Partei unsere Unterstützung. Sie benötigt noch eine Reihe von Unterschriften um als Partei wählbar zu sein und zwar auf Bundesebene sowie auf EU-Ebene. Einfach die passenden Formulare ausfüllen und an die korrespondierende Adresse schicken. Ein kleiner Arbeitsvorgang für eine bessere Welt mit mehr Transparenz, weniger Überwachung und weniger Arbeit für die Urheberrechts-Anwälte. Außerdem könnt ihr Mitglied der Facebook-Gruppe werden und so eure Unterstützung zeigen. Wer wirklich begeistert ist, der sollte spenden oder gleich richtiges Mitglied werden. Um auf dem Laufendem zu bleiben könnt ihr den Newsfeed abonnieren.
voting machines losing ground 04. Feb 2007
Gov. Charlie Crist announced plans on Thursday to abandon the touch-screen voting machines that many of Florida’s counties installed after the disputed 2000 presidential election. The state will instead adopt a system of casting paper ballots counted by scanning machines in time for the 2008 presidential election. Representative Rush D. Holt, Democrat of New Jersey, plans to introduce a bill in Congress that would require all voting machines nationwide to produce paper records through which voters can verify that their ballots were recorded correctly.
Die Entscheidung des republikanischen Gouverneurs und die Initiative des demokratischen Repräsentanten sind als Schritt in die richtige Richtung sicherlich begrüßenswert, dennoch in meinen Augen inkonsequent. Eine Wahlmaschine die ein Papierprotokoll produziert ist sicherlich um einiges transparenter als ein reines Blackbox-System, aber halt immer noch eine Wahlmaschine und somit per se eine vollkommen überflüssige Technologie. Ob die Wahlergebnisse nun schon nach zwei Stunden oder erst nach zwei Tagen feststehen ist in Anbetracht der Dauer der Wahlperiode völlig unerheblich. Es bleibt zu hoffen, dass die in Deutschland von fast 50.000 Menschen unterzeichnete Petition gegen Wahlcomputer entsprechendes Gehör bei den zuständigen Stellen findet. Zumindest auf lokaler Ebene hält mittlerweile bei einigen Politikern die Vernunft Einzug.
Langens Einspruch gegen die Gültigkeit der Oberbürgermeisterwahl ‘in allen Wahlbezirken, in denen Wahlautomaten verwendet wurden’, hat der Wahlprüfungsausschuss zwar zurückgewiesen. Aber irritiert hat er die Stadtverordneten wohl doch. Auf sein Betreiben hin werden sie an diesem Mittwoch einen im September 2006 selbst gefassten Beschluss über den Kauf von 74 bislang gemieteten Wahlcomputern rückgängig machen.
elections need transparency 25. Oct 2006
Dass ich von elektronischen Wahlmaschinen wenig begeistert bin, hatte ich ja bereits vor einigen Monaten im Zusammenhang mit den Landtagswahlen angedeutet. In Ermangelung von Transparenz und Verifizierbarkeit halte ich dieses Wahlprinzip für unvereinbar mit einer demokratischen Wahl. Das mittlerweile nachgewiesen wurde, dass die in Deutschland eingesetzten Modelle mit minimalem Aufwand manipuliert werden können, hat meine ablehnende Haltung nicht gerade geschwächt. Ich habe mich deswegen sehr über die Initiative von Tobias Hahn gefreut, der eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht hat, mit dem Ziel dem Einsatz von Wahlcomputern die gesetzliche Grundlage zu entziehen. Ich habe unterzeichnet und kann dies nur jedem weiterempfehlen, dem das demokratische Wahlprinzip etwas bedeutet.
american apparel ethics analysis 16. Oct 2006

When Knowmore’s American Apparel entry came to the attention of CEO Dov Charney, he called to challenge our representation of his company, and demanded we take a closer look. He also offered us unprecedented access to his factory, workers, and management, which we accepted and engaged.
Dank der Offenheit des Firmenchefs und des monatelangen Engagements der Betreiber von Knowmore gibt es nun über den Bekleidungshersteller American Apparel einen wirklich allumfassenden Bericht. Das Knowmore-Projekt wurde von Bernard Dolan und Sage Francis gegründet, wobei letzterer unter anderem als Hip Hop-Künstler im Anticon-Kollektiv mitwirkt, von denen es ja bekanntermaßen schon Veröffentlichunen auf Morr Music und Notwists Hauslabel Alien Transistor gab. Die Seite beschäftigt sich mit Menschenrechten, Arbeitsbedingungen, Umweltverhalten und anderen Aspekten firmenethischen Verhaltens um es Verbrauchern zu ermöglichen sich anhand von unabhängigen und möglichst objektiven Informationen eine Meinung zu den sich auf dem Markt befindlichen Firmen zu manchen und ihnen dadurch eine verantwortungsbewußte Konsumentscheidung zu ermöglichen. Wieder mal ein erfreuliches Beispiel dafür wie das Internet die Monopolstellung der Massenmedien durchbricht, wobei sich ja auch da von Zeit zu Zeit kleine Lichtblicke ergeben.
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