forced labor for the seriously ill 04. Aug 2010
Ich hatte ja schonmal darüber berichtet, aber ich möchte es aus aktuellem Anlaß nochmal erwähnen: In Schweden müssen Schwerstkranke seit Anfang des Jahres Zwangsarbeit verrichten. Der Stern des ehemaligen Modellstaats Schweden befindet also weiter im freien Fall. Im September sind in Schweden Wahlen, bleibt zu hoffen, dass die Bürger dann den Machthabern die Quittung für ihre verfehlte Politik geben.
major road traffic injustice 14. Jul 2010
Ich halte es ja seit jeher für einen himmelschreienden Skandal, dass einem als Fahrradfahrer, Fußgänger und sogar als Rollstuhlfahrer (ja, richtig gelesen!) der Führerschein wegen Trunkenheit im Straßenverkehr entzogen werden kann. Nicht jeder hat schließlich das große Geld in der Tasche und kann sich nach dem Feiern noch ein Taxi leisten.
so what exactly is well-balanced? 11. Jun 2010
Während die neoliberalen Heuchler von einem “sozial ausgewogenen” Sparpaket reden, wird bei der Taz und beim Freitag Klartext gesprochen. Ein kleiner Schritt für Schwarz-Gelb, ein großer Schritt in Richtung Maximierung des Abstandes zwischen den Reichsten und den Ärmsten. Mit solchen Maßnahmen kann man fröhlichen Mutes in eine Zukunft mit Privatschulen und Gated Communities für die güldene Oberschicht und Elendsghettos am Stadtrand für den schmutzigen Rest gucken. Südafrikanische Verhältnisse bald auch in deiner Hood!
welcome to the great digital divide 12. May 2010
In anbetracht der Tatsache, dass ich in mittlerweile über dreissig Jahren noch nie einen Fernseher besessen habe und seit mehr als zwanzig Jahren täglich mehrere Stunden am Rechner arbeite erscheint mir dieses Urteil mehr als grotesk. Kurz gesagt: Auf dem Sofa Unterschichtenfernsehen glotzen ist okay, aber aktive Teilnahme an der digitalen Gesellschaft ist nicht vorgesehen. Das ist die wahrgewordene digitale Spaltung in Deutschland. Mit der Piratenpartei würde es so eine Diskriminierung selbstverständlich nicht geben, aber nach den 1,5% in NRW ist deren Einfluß leider bis auf weiteres erstmal nur beschränkt
everybody hates bank executives 29. Apr 2010
Ortseifen wird in dem Prozess Marktmanipulation und Untreue vorgeworfen, er soll die Bank durch nicht genehmigte, 120.000 Euro teure Umbauten in seiner Dienstvilla geschädigt haben. Ob Ortseifen dazu berechtigt war, konnte Henkel “nicht ausschließen”. Er wisse das nicht. Seine Aussage wirft allerdings die Frage auf, ob die Kontrolleure 2007 - da gehörte Henkel dem Gremium nicht mehr an - tatsächlich nichts von der Schieflage der Bank wussten, deren Rettung letztlich fast zehn Milliarden Euro kostete. (Quelle: Handelsblatt)
Und das ist nur die tagesaktuelle Spitze des Eisbergs. In Anbetracht solcher Exzesse wundert es kaum, dass in der allgemeinen Bevölkerung der Bankenmanager zu den unbeliebtesten Berufsständen gehört. Selbst eine Tätigkeit im Drogen-, Waffen- und Menschenhandel dürfte dem gemeinen Bundesbürger im Vergleich zu den Exzessen der Bankenmanager mittlerweile als ehrbarer Beruf erscheinen. Ja, wahrscheinlich genießt sogar der Berufsstand des Henkers ein höheres Prestige. Dieser Umstand wird insbesondere dadurch befördert, dass es in Deutschland vollkommen normal ist wegen dem unerlaubten Verzehr eines Brötchens seine Anstellung zu verlieren, im Bankengewerbe aber ein Diebstahl eine persönliche Bereicherung von 60 Millionen als Kavaliersdelikt gilt und von der Justiz mit einer milden Geldstrafe von drei Monatsgehältern geahndet wird. Willkommen in der Klassenjustiz in Deutschland!
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