textmate via macfuse and t-dsl 25. Apr 2007

Webarbeitern dürfte bekannt sein, dass sich mit einer Kombination aus MacFUSE und SSHFS unter Mac OS X auf elegante Weise das Dateisystem eines entfernten Servers auf dem lokalen Rechner einhängen läßt und dank vorkompilierten Paketen ist das auch für Nichtexperten eine leicht einzurichtende Verbesserung.

Was ist dann naheliegender als mit dem besten Editor der Welt die neu erworbene Zugriffsfreiheit zu nutzen ? Eine der praktischen Funktionen in TextMate ist die Projektansicht, welche eventuelle Änderungen in einem vorher ausgewählten Verzeichnisbaum automatisch anzeigt. Wer nun allerdings von zuhause aus über eine ordinäre DSL-Leitung der Telekom arbeitet, und via MacFUSE auf einen entfernten Server zugreift, der dürfte daran wenig Freude haben.

Standardmäßig beträgt die durchschnittliche Round Trip Time eines DSL-Anschlußes der Telekom mit 6 Mbit/s etwa 80ms. Das mag für Websurfen ausreichend sein, aber für TextMates Projektansicht ist das völlig unbrauchbar. Sobald das Projekt mehr als ein dutzend Dateien enthält, treten nach dem Umschalten zwischen Browser und Editor schnell Wartezeiten von dreißig Sekunden oder mehr auf.

Der Trick besteht nun darin die von der Telekom für “Online-Games” beworbene FastPath-Option zu seinem Anschluß dazu zu buchen. Das Ergebnis dürfte je nach Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle variieren. In meinem Fall ergab sich dadurch eine Senkung der Round Trip Time auf schnittige 12ms, wodurch sich die Verzögerungen beim Umschalten nun typischerweise im niedrigen einstelligen Sekundenbereich bewegen. Summa summarum: Eine lohnenswerte Investition!