censilia's great role model 03. May 2010

Bild: 3sat
Was wir im Internet blockieren ist die Verbreitung von
kritischenschädlichen Information welche diechinesische Gewaltherrschaftnationalen Interessen Chinas oder der Allgemeinheit gefährden.
the internet is a rechtsfreier raum 30. Apr 2010
Weil das Internet kein rechtsfreier Raum sein darf. In der analogen Welt wollen wir keine No-go-Areas, in die sich kein Außenstehender mehr hineinwagen kann. (Interview in der Taz)
Das deutsche Internet ist in seinem jetzigen Zustand ein rechtsfreier Raum. Hier darf jeder tun und lassen, was er will, ohne dass er dafür zur Rechenschaft gezogen wird. Das sieht man ja allein schon daran, dass niemand wegen Urheberrechtsverstößen abgemahnt wird. Überhaupt ist die Raum-Metapher viel adäquater als die Umschreibung des Internets als ein Medium. Die Verbrecher die sitzen ja wirklich in diesem Internet da drin und die Aufgabe der Politik ist es sie da heraus zu holen. Wir sind gefordert die unhaltbaren Zustände schnellstmöglich zu ändern um Deutschland von einem digitalen Barbarenstaat in eine Gesellschaft mit klaren Wertvorstellungen zu transformieren.
Sicherheit kann nur mit starker Zensur und lückenloser Überwachung gewährleistet werden. Die Begriffe Zensur und Überwachung sind in der Netzgemeinschaft leider sehr negativ belegt. Das möchte ich ändern. Ich möchte der Netzgemeinschaft zeigen, dass nur eine zensierte und lückenlos überwachte Gesellschaft eine gute Gesellschaft ist. Man braucht sich nurmal die überlegene Lebensqualität von Ländern wie China, Iran oder Nordkorea anzuschaun. Dort genießen die Bürger das Privileg ein sicheres Internet zu benutzen. Der Staat nimmt dort seine Fürsorgepflicht wahr und beschützt den Bürger vor gefährlichen Inhalten im Internet.
Schauen Sie sich doch mal deutsche Netzlandschaft an, überall verwirrende politische Inhalte. Es besteht klar die Gefahr, dass der Bürger vom rechten Pfad der Tugend abkommt und sich womöglich für Parteien aus dem linken Spektrum interessiert. Besonders gefährlich in diesem Zusammenhang ist die netzradikale Gruppe “Piratenpartei”. Wenn man diesen gefährlichen Extremisten das Ruder überlassen würde, dann können sie sicher sein, dass die Gesellschaft daran zugrunde gehen würde. Letztlich ist deren Strategie doch klar, die wollen die Vorratsdatenspeicherung und die Internetsperren doch nur deshalb verhindern, damit sie weiterhin ungestraft ihren kriminellen Aktivitäten im Netz nachgehen können. Wer nichts zu verbergen hat, der braucht auch keine Angst vor Kontrolle zu haben!
Eine andere Fehlwarnehmung der Netzgemeinschaft findet bei der Onlinedurchsung statt. Hier wird auch wieder der Teufel an die Wand gemalt. Der Staat wird niemals aus Versehen etwas von der Festplatte eines Bürgers löschen, das einzige was wir machen werden ist den Inhalt zu kopieren, der Bürger braucht also keine Angst um seine Daten zu haben, bei uns sind sie in guten Händen! Man muss das ganze vielmehr als Dienstleistung begreifen. Wir kontrollieren für den Bürger seine Festplatte. Wenn wir bedenkliche Inhalte finden, dann bieten wir ihm eine Nachschulung an. Auf so einer Nachschulung werden dann nochmal die gefährlichen Inhalte im Internet thematisiert. Normalerweise sollte sowas ja in der Grundschule vermitttelt werden, aber bei manchen dauert es eben etwas länger bis sie die Gefahren verstanden haben.
Ich halte generell auch das Recht auf freie Meinungsäußerung für völlig überbewertet. Überlegen Sie mal was Jahr für Jahr ein Schaden angerichtet wird durch unqualifizierte Meinungsäußerungen. Man muss manche Bürger auch einfach vor ihrer eigenen Dummheit schützen. Ich denke hier wird durch unbedachte Äußerungen definitiv mehr Schaden angerichtet als Gutes getan. Natürlich gibt es in diesem Zusammenhang viele Besitzstandswahrer die sich an die Vergangenheit klammern, aber jeder progressiv denkende Mensch wird klar erkennen, dass das Zeitalter der freien Meinungsäußerung vorbei ist. Ich werde mich mit Nachdruck dafür einsetzen den politischen Wandel vorranzutreiben. Wenn meine Urenkel, dann im Geschichtsunterricht das dunkle Zeitalter der freien Meinungssäußerung durchnehmen, dann kann ich mich entspannt zurücklehnen und sagen, Kinder, die Zeit ist vorbei!
look into the bright future 23. Apr 2010
Internet war gestern. In Zukunft gibt es das Cleanternet und dort sind dann endlich alle Unzulänglichkeiten des Internets behoben. Es wird Zeit, dass Frau Malmström mal durchgreift und diesen Sauladen auf Vordermann bringt.
It’s a dirty job, but someone’s gotta do it!
censorship is always a bad idea 23. Apr 2010
Wenn die schwedische Filmzensur eines bewiesen habe, dann dass alle Zensur letztendlich wirkungslos und rückblickend nur peinlich ist, zog die Stockholmer Tageszeitung Dagens Nyheter Bilanz. In seiner 99-jährigen Geschichte habe das Biografbyrå keinen einzigen Zensureingriff beschlossen, der im Nachhinein sinnvoll und vernünftig erscheine. (Taz)
Warum fällt es den meisten Menschen nur so schwer aus der Geschichte zu lernen? Selbst Frau Malmström sieht sich leider außerstande von Frau von der Leyen zu lernen, dabei liegen die Ereignisse gerade mal einige Monate zurück. Es ist schon perfide, dass gerade die Europäische Union, die gegründet wurde um das nochmalige Entstehen eines kriegerischen totalitären Regimes in Europa zu verhindern jetzt den Versuch unternimmt im Internet eine Zensurinfrastruktur aufzubauen.
Zensur kann übrigens sehr wohl funktionieren, man muss nur die Umgehung der Zensur mit entsprechend drakonischen Strafen versehen wie in China und Nordkorea, dann gibt es nur noch einige wenige mutige Aktivisten, die ihr Leben riskieren um die schmutzigen Wahrheiten ans Tageslicht zu bringen. Die Internetdissidenten in China sind die wahren Helden des Informationszeitalters.
censilia's argumentum ad hominem 14. Apr 2010
Die in ihrer neuen inoffiziellen Bezeichnung durchklingende Anschuldigung, ein Zensursystem ähnlich wie in China errichten zu wollen, bezeichnete Malmström als “unglaublich”. Es sei überhaupt nicht ihr Ziel, “irgendetwas anderes als Kinderpornographie zu sperren”. Es gebe daher “keinen Grund für diesen Aufstand”, der zudem aus einer “kleinen, sehr verärgerten Gruppe von Bloggern” komme. Dabei handle es sich um “Lobbyisten, die nicht für ganz Europa” sprächen. Dass sich hierzulande über 134.000 Bürger in einer viel beachteten Rekordpetition an den Bundestag gegen Websperren und das derzeit teils außer Kraft gesetzte Zugangserschwerungsgesetz wandten, scheint der Liberalen allerdings entgangen zu sein. (Quelle: Heise)
Was mache ich wenn ich keine Argumente habe? Richtig, ich diskreditiere den Diskussionspartner, benutze also das bewährte Argumentum ad hominem, soweit hat Frau Malmström scheinbar die rhetorischen Kunstgriffe verstanden. Der Löschnazi der den Censilia-Redirect bei Wikipedia entfernt hat, hat dies übrigens nun mit derselben lächerlichen Begründung nach zwei Wochen wieder getan. Ich bin wirklich erstaunt darüber wie jemand so naiv sein kann und meinen kann, dass er auch nur den Hauch einer Chance hat mit so einer dreisten Realitätsverleugnung davonzukommen.