in-text advertising really sucks 14. Feb 2008
Die neue Pest kommt aus dem Hause Vibrant Media, Kontera und Chitika und heißt In-Text Advertising. Wie das Grauen aussieht kann hier, hier und hier bewundert werden. Wenn sich dieser Mist im Netz durchsetzen sollte, dann wünsche ich mir aber einen Jakob Nielsen im rosafarbenen Superheldenkostüm der den Jungs mal eine ordentliche Abreibung erteilt.
inconsequent consuming strategy 13. Feb 2008
Wie ich im November letzten Jahres berichtete haben Johannes und Christophe ein Experiment durchgeführt, bei dem der Käufer eines Tonträgers nach dem Kauf entscheiden konnte, was ihm die Musik wert ist und den entsprechenden Betrag bezahlt hat. Oder eben halt auch nicht.
Gut zwei Dritteln der Menschen hat ihr Album gefallen dennoch haben nur knapp ein Viertel ihren Tonträger bezahlt. In absoluten Zahlen sind das fast zweihundert Menschen, denen das Album gut gefallen hat, die aber dennoch nicht bereit waren für das Album zu bezahlen.
Was hält diese Menschen davon ab den Künstlern ihren wohlverdienten Lohn zukommen zu lassen ? Unwissenheit über Produktionsbedingungen ? Ich denke es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass auch Künstler in normalen Supermärkten einkaufen wo die Lebensmittel Geld kosten (Für die Hinterwäldler gab es sicherheitshalber einen Beipackzettel). Nicht genügend finanzielle Mittel ? Der Betrag war frei wählbar, das Argument zieht hier also nicht. Zu “faul” oder “keine Zeit” sich um die Transaktion zu kümmern ? Im Zeitalter von Online-Banking und Paypal das denkbar unglaubwürdigste Argument.
Es bleibt also die irritierende Observation, dass die Menschen wohlinformiert sein sollten, Zeit und Geld haben und trotzdem nichts überweisen. Vielleicht funktioniert also die Mehrheit der Menschen einfach nur in einem System wo auch ein gewisser Druck ausgeübt wird ? Vielleicht ist deswegen der Kommunismus gescheitert ?
why i chose dokuwiki over junebug 10. Feb 2008
Okay, der Vergleich ist nicht ganz fair. Dokuwiki ist produktionstauglich und Junebug ist Alpha. Nichtsdestotrotz mußten sich diese beiden Kandidaten im Laufe der letzten Tage bei mir beweisen. Trotz derer Verschiedenheit bin ich je nach Laune zwischen den beiden hin- und hergeschwankt. Mal wieder ein nettes Feature dort entdeckt und gedacht es wäre ein Alleinstellungsmerkmal, dann gesehen, dass es das auch beim anderen Kandidaten gibt. Mal wieder einen Bug dort entdeckt und gedacht okay, das ist nun wirklich ein KO-Kriterium und dann doch sich dazu hinreißen zu lassen mal in den Quellcode zu schauen und dabei festzustellen, dass zwei Einzeiler das Problem lösen. Welcher Syntax ist nun besser lesbar, welches Defaultlayout hübscher anzusehen ?
Die Ausgangssituation beim Vergleich war ein installiertes DokuWiki und eine gewisse Zufriedenheit damit. Dann bin ich jedoch über sicherheitsrelevanten Beitrag in der Mailingliste gestolpert und da gingen bei mir gleich die PHP-Alarmglocken an. Im Anschluß dann die Frage: Gibt es nicht vielleicht doch eine brauchbare Ruby-Wiki-Lösung ? Nachdem Instiki und Pandora eingeschlafen waren, ergab sich bei mir erstmal eine gewisse Ratlosigkeit. Maurice stieß mich dann in den Kommentaren auf Junebug. Die offizielle Website ist zwar leider immer noch nicht erreichbar, aber es gibt einen Gem und ein Repository bei RubyForge.
Das einzige wirkliche Argument gegen DokuWiki war also, dass es in PHP entwickelt wird, womit sich auch gleichzeitig das größte Proargument für Junebug ergibt, nämlich dass es in Ruby entwickelt wird. Symphathiepunkte gibts bei Junebug außerdem für das Defaultlayout, was schön minimalistisch ist und Textile als Markupsprache ab Werk. Kommen wir aber nun mal zu Nachteilen von Junebug. Erstens es ist Alpha, solange man sich verhält wie der Entwickler das gerne hätte, dann ist es okay, aber sobald man etwas “falsches” macht gibt’s gerne mal eine Fehlermeldung. Man kann keine Unterwikis oder Namespaces anlegen. Es gibt kein Syntax-Highlighting. Es gibt Einschränkungen bei den Seitennamen. Das CSS ist noch nicht wirklich ausgefeilt, es gibt Darstellungsfehler im Safari. Die Überschriften sind keine Anchor. Junebug nutzt RedCloth mit all seinen Einschränkungen und Fehlern. Junebug basiert auf Camping, was eingeschlafen ist. Der aktuelle Gem-Release von Junebug ist nur unter zuhilfenahme des Repository lauffähig. Es gibt keine Mailingliste. Es gibt keine offizielle Website. Bug-Reports und Feature-Requests werden zur Zeit noch ignoriert. Es gibt eine verschwindend geringe aktive Nutzerschaft. Und was mich letzten Ende von der Benutzung abgebracht hat: Es gibt keine Möglichkeit Mediendateien hochzuladen.
Ich werde Junebug weiterhin beobachten um zu schauen, ob sich ein Reifeprozess abspielt, aber bis auf weiteres scheint mir DokuWiki die bessere Wahl zu sein.
shine, shine, shine 09. Feb 2008
Der Winter fällt diese Jahr zwar mal wieder aus, aber dafür gibt es immerhin Sonne.
documentation style 08. Feb 2008
Meine Dokumentationen sehen oft nicht anders aus als Auszüge aus der .bash_history zusammen mit Listings oder Diffs von Konfigurations-Dateien und einigen Erklärungen dazu. Zum Beispiel warum eine bestimmte Version einer Software eingesetzt werden musste oder dergleichen.
(Arne Brodowski)
Es ist immer schön, wenn man das Gefühl hat nicht allein da draußen zu sein.