bloggsleep 22. Jun 2001

Das nanoblogg möchte ein kurzes Nickerchen machen. Bis die Klausuren vorbei sind. Dann wieder mehr an dieser Stelle.

 

verkopft 17. Jun 2001

kosmos kopf

Verkopft ist die Wanderausstellung “Kosmos im Kopf” keineswegs, sondern - im Gegenteil - äußerst “faßbar” und interaktiv. So richtig wie früher - alles begrabschen, austesten, rumprobieren. Dem mitgeschleiften Besuch just entdeckte Exponate begeistert vorführen als hätte man sie selbst erfunden. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Hirnforschung wurden hier in 12 Themenräumen künstlerisch umgesetzt und lassen den schläfrigen Museumsbesuch zu einem spannenden Sinnesabenteuer werden. Hier schwimmt ein riesiges Elefantenhirn in einer weißlichen Brühe, dort verbringt man eine halbe Stunde an einer einzigen Knobel-Denksport-Aufgabe im originalgetreuen Grundschul-Klassenzimmer . Oder auch superinteressant: am Sprachtelefon einer Hörinstallation zu linguistischen Alltagsphänomenen lauschen - und dabei mehr lernen als im Einführungsseminar Sprachwissenschaft. Faszinierender sowieso.

 

sozialisationsunterschiede 15. Jun 2001

“Kein wunder, dass es in New York so viele kluge Leute gab. Wenn man mit vier schon wußte, dass man Picasso am liebsten mochte, welche Chancen hatte dann ein kind aus Omaha, Nebraska, oder eines aus Melbourne, Australien ? Ich bin nie in Omaha gewesen. Nur einmal drübergeflogen.” (aus: “einfach so”, Lily Brett)

 

popart 13. Jun 2001

“Alle anderen Künstler können oder wollen nicht aus dieser elitären Schublade heraus. Popart ist für mich, wenn Flugzeuge mit deinem Motiv herumfliegen und man seine eigene Sockenkollektion draußen hat und sich trotzdem Jeder, der will, für ein paar Mark ein Original kaufen kann.” (Jim Avignon)

 

negative energien 12. Jun 2001

“Nicht weit davon entfernt musste Charlotte Grace Roche in Waldniel gegen bäuerliche Dickköpfigkeit ankämpfen.” (via b-punkt) Nicht nur das. Am Wochenende bei Biolek (Wdh.) hat sie von den ungeheueren Energien erzählt, die sie zeitweise während ihrer Pubertät aufgewendet hat um ihre Eltern emotional zu verletzen. Das hat bei mir dann aber im Gegensatz zu ihrer Abneigung gegenüber der provinziellen Umgebung in der sie aufwuchs keinen großen Idenfikationseifer ausgelöst. Warum ? Ich hatte einfach aufgrund der sehr offenen und toleranten Einstellung meiner Eltern nie das Bedürfnis gegen diese zu rebellieren. Ich kam mir zwar deswegen in so manch pubertärer Gesprächsrunde ein wenig deplaziert vor, nicht mithalten zu können bei den superlativ-getränkten Schilderungen über die Abneigung gegen die eigenen Eltern, habe aber im Nachhinein nicht das Gefühl ich würde dieser Erfahrung hinterhertrauern.

 

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