definitionsversuch 11. Jun 2001

“Woran erkennt man eine gute Band ? Daran, dass sie nie bei diesen vom Großkapital gesponserten Bandwettbewerben mitgemacht hat. Steuerabschreibungsprojekte zur Akquisition neuer potenter, potentieller Käufergruppen mit fester Freundin, einer Katze und Tendenz zur Eigentumswohnung, und dann vielleicht auch bitte einen Zweitwagen für die Frau - wie wäre es mit einem kleinen Italiener, Schatz ? Scheißdreck ! Halt so halbironische Musik.” (aus: “wir könnten freunde werden”, thees uhlmann)

 

diskurskonstellation 09. Jun 2001

Mit den richtigen Gesprächspartnern kann eine Unterhaltung eine stimulierende, horizonterweiternde Tätigkeit sein. Wenn man jedoch von Anfang an das Gefühl hat, dass jemand in der Runde ist, der nur etwas sagt, um halt etwas zu sagen und dadurch Diskursraum einzunehmen und dann dabei nicht eigene Meinungen präsentiert, sondern Phrasen aus oftmals fragwürdigen Medien wiederholt ohne diese auf ihre Kompatibilität mit seiner eigenen Realitätswahrnehmung überprüft zu haben, und die restlichen Leute dann aus Höflichkeit gezwungen sind auf diese Beiträge argumentativ einzugehen um keine Unterbrechungen im Gesprächsfluss entstehen zu lassen, dann kann dies die eigene Mitteilungsfreudigkeit doch spürbar einschränken.

 

media career 08. Jun 2001

“In Stellenanzeigen wird natürlich immer der Tausendsassa gesucht: jung, dynamisch, flexibel und belastbar, dabei gut ausgebildet, lernfähig etc. Die Frage ist aber, ob solchermaßen qualifizierte Mitarbeiter in einem Angestelltenverhältnis überhaupt genügend anspruchsvolle Aufgaben bekommen können. Große Unternehmen der Medienindustrie haben häufig keine interessanten inhalte zu bieten, wie das Privatfernsehen täglich beweist. Das Programm von RTL ist wie sein ehemaliger Geschäftsführer Thoma deutlich sagt: ‘alles trash!’ das muß man als Mitarbeiter aushalten können. Und ob die teuren Klamotten, das Cabrio und die VIP-parties längerfristig ausreichen um die Sinnleere zu kaschieren, muß jeder für sich selbst entscheiden. Am besten geeignet werden jene Mitarbeiter sein, die ein paradoxes und bisweilen zynisches Profil aufbringen: Einerseits hochqualifiziert, andererseits aber leicht steuerbar und wenig anspruchsvoll, solange das Geld stimmt.” (aus: Sprung in die Zukunft, Christiane Naumann)

 

mp3exchange 08. Jun 2001

bin gerade beim webloglesen ein wenig am aufholen und dabei über das Interview mit Patrick Wagner über die Auswirkungen von napster auf Labels und Musikkonzerne (ja, die Bezeichnung von Argh! ist schon ganz zutreffend) gestolpert. (via ronsens). Beruhigend und bestätigend zugleich sind seine Ansichten.

 

referralblogg 08. Jun 2001

das ist hier doch kein Bekleidungsgeschäft. Aber nein wirklich nicht.

 

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