wechsel garland 16. Apr 2001
“Die Musik war in ihrer Urfassung eine Auftragsarbeit für Choreographin Gabrielle Steigner und wurde unter dem Namen ‘This very Moment’ (…) uraufgeführt.” Diese Aufschrift durchlesen und dann die Platte anhören und beim erhaschen einer musikalischen Bewegung diese dann sogleich versuchen auf eine imaginäre Tanzbühne zu transponieren. Oder doch anders. In den ersten Rillen schwirren winzige Partikel um einen schwachen Lichtpunkt umher, während eine flauschige, weiße Katze schnurrend ihr weiches Fell an deiner Hand vorbeistreichen lässt. Draußen fällt milder Frühlingsregen der auf den Seerosenblättern eines kleinen Dorfteichs abperlt. Eine liebliche Frauenstimme weißt Dir sodann loopend den Weg. Es wird gezupft, gestrichen und leise auf Tasten geklopft, wobei die musikalischen Stränge nie schlicht übereinander geschichtet, sondern stets elegant ineinander verwoben und überführt werden. Die Rückseite fängt mit mehr Bewegung an, bleibt aber zuerst vorsichtig und zurückhaltend und wird erst im Verlauf verspielter und freier. Das balladeske “wirklicher” möchte man als besinnlichen Moment begreifen. Hin und wieder sind vereinzelte Echos der Vorderseite zu finden. Der Kreis beginnt sich zu schließen. Ein großer befreiender Übergangsmoment in “ohne Stern”. Den möchte man am liebsten immer wieder zum ersten Mal hören. Der Ausklang besitzt fast schon Pop-Appeal, bleibt jedoch den Motiven der Platte treu. Empfehlung.
new in bloggtown 15. Apr 2001
Der Anstrich ist noch nicht ganz trocken und die Umzugskartons müssen weiter als Sitzgelegenheit herhalten, aber es gibt sie ja: die netten Nachbarn. Vielleicht sollten wir Ihnen mal bei Gelegenheit einen selbstgebackenen Apfelkuchen vorbeibringen. Danke: Ronsens, a*log, der zirbel, Der Schockwellenreiter.
gut wie lange nicht mehr 13. Apr 2001

Gestern im MTC in Köln. Ein Konzert wie eine Fahrt mit einem offenen Sportwagen durch blühende Frühlingslandschaften. Die Stars des Abends: Die Moulinettes aus München. Nicht aus Österreich wie einige Zuschauer vermuteten. Und natürlich auch aus Altötting, dessen Kirchenglocken skurilerweise in ihre Darbietung musikalisch eingeflochten wurden. Obwohl jede einzelne der Moulinetten genügend Charme besitzt um das Publikum zu bezaubern, funkelte vor allem die Sängerin mit ihrer fröhlichen Mimik und Stimme. Man nähme sie am liebsten mit nachhause, damit sie einem Morgens beim Frühstück die Sonne auf den Tisch trällerte. Zuckersüßen Pop mit unterhaltsamen und intelligenten Texten singen die Moulinettes und dabei sind sie so gut, dass sie einem eine Gänsehaut über den Körper huschen lassen.
Nachdem die Moulinettes in den Neunzigern ihre Tonträger auf Marina veröffentlicht haben, sind sie nun zum italienschen Label Shado Records gewechselt, wo sie dann ihr aktuelles Album “Alfa, Bravo, Charlie” herausgebraucht haben. Da der Merchandisingstand gestern leider nur unzureichend bestückt war hat dieses noch nicht ihren Weg in meine Sammlung gefunden, sollte jedoch angesichts des überragenden Konzertes mindestens genauso klasse sein wie ihr Debütalbum “20 Blumen”.
digimask 11. Apr 2001
Aha! Jetzt kann ich also wirklich endlich morgens zu hause bleiben. Aber erstmal brauche ich meine persönliche 3D-digimask. Mit der chatte ich dann, gehe online shoppen und überhaupt ist virtuelles Leben ja viel angenehmer. Mit der Digimask ist man immer frisch und braucht sich nicht um eventuelle Hautunebenheiten oder wirre Haare kümmern.
after lunch conversation 10. Apr 2001
Nach dem Mittagessen wandert bekanntlich das Blut vom Kopf in dem Bauch. Jetzt verlangt der menschliche Geist nach Unterhaltung passend zur reduzierten mentalen Aktivität. Was gibt es da jenseits von Fußballdiskussion und drunk-stories ? Unmögliche Unfälle aller Art bei Darwin Awards