i am not a hipster 02. May 2004
Ein bisschen verbisssen das Hipster-Bashing der jungen Dame, aber ansonsten ganz unterhaltsam zu lesen: “I don’t wear (I don’t even own) any ridiculous trucker-style caps with mesh screen, I certainly don’t fucking wear them backwards, or sideways, I do wash my hair and like to keep it relatively trim, I don’t own any big sunglasses, I don’t have any of those little T-Shirts that say things about little league football teams from little nowhere American towns, or funny Jesus quips, or glittering iron-on Dukes Of Hazzard decals, I don’t have any tribal or comic book related tattoos, (I don’t have any tattoos, if you must know) I don’t hang giant pictures of paint-by-number art on the fresh sheetrock walls of the Williamsburg loft (that I don’t have) that my parent’s (don’t) rent for me. I don’t go to art school, I don’t come from the Midwest, I don’t think Andy Warhol was brilliant, I don’t think the Velvet Underground were “totally underrated,” I don’t own any lunchboxes from the 1970s (or 1980s) I don’t have any piercings (although during a confused stage of college I did have one briefly) I don’t believe that communal living is a workable idea, I don’t carry a digital camera everywhere I go shooting pictures of my other dumb hipster friends and putting them up on my dumb hipster photolog site (but you of course see the undeniable hypocrite in me here because I am participating in the ‘push-button publishing revolution’ after all, I do apologize for the muck-up, but it must be acknowledged here that by venting about hipsters I am quickly coming to the realization that they are not as easily defined as I generally let on) I do not ‘go to shows’ I do not think it’s cool to drink shitty beer and shitty wine, I also do not think it’s fun to get ‘brunch’ every Sunday, I do not think it’s funny that rashes of hipsters are driving lots of long time residents of “diverse” neighborhoods out into more “diverse” (i.e. poor and cheap) neighborhoods because they’re sick of “yuppies.” I do not understand why Annie’s Organic Macaroni & Cheese is any better than Kraft, I do not necessarily believe that the government is trying to conspire against us, I don’t want to talk about Francis Ford Coppola, I think loafer shoes are fucking ugly, and I do not think that Pet Sounds was the best fucking Beach Boys album!” (April 2002(!) im New York City Anti Hipster Forum)
Wenn ich solche Texte lese frage ich mich immer ob die Leute nicht aus ihren Minderwertigkeitskomplexen heraus kritisieren. So wie übergewichtige Leute die sich über das Schlankheitsdiktat der Gesellschaft auslassen oder häßliche Leute die sich über das Schönheitsideal aufregen oder arme Leute, welche die Oberflächlichkeit von Statussymbolen kritisieren. Klar, das Mädel will das nicht, was sie kritisiert, aber warum will sie das nicht ? Wollte sie das vielleicht mal und hat es nicht bekommen und hat sich dann dazu entschieden es abzulehnen um mit ihrer Frustration klar zu kommen. Es beschäftigt sie immerhin so sehr, dass sie sich damit schriftlich auseinandersetzt. Ich denke in ihrer Ablehnung kann man zwischen den Zeilen auch wenig Sozialneid rauslesen.
harassment issues 29. Apr 2004
Bilanz eines Kurztrips zur Uni: Innerhalb einer Dreiviertelstunde von vier Personen belästigt worden. Zwei Busfahrer, ein Fahrgast und ein ehemaliger Kommilitone. Der Busfahrer auf der Hinfahrt meinte unbedingt nach dem er von mir Auskunft über meinen beruflichen Status verlangt hatte, mir einen Vortrag darüber halten zu müssen, wie doof doch Studenten und wie schlau Arbeiter sind und mich dann solange im Bus eingesperrt hat, bis er mit seinen geistreichen Ausführungen fertig war. Ein Fahrgast vom Typ Strassengang-Muchel Köln Chorweiler Nord meinte des weiteren mich penetrant danach zu fragen, ob er mein Mobiltelefon benützen dürfe und dies ganz offensichtlich nicht aus der Not sondern aus der Langeweile heraus. Der Busfahrer auf der Rückfahrt unterstellte dann noch ich sei zu doof um die Bustür zu öffnen nur um danach festzustellen, dass der Knopf defekt war. Zur Krönung traf ich dann noch einen älteren Bekannten, der mich nach einem eingangs ganz netten Gespräch durch eine diskreditierende Provokation meines beruflichen Interessenfeldes ziemlich vor den Kopf stieß. Zu schade, dass verbale Verletzungen nicht ähnlich geahndet werden wie körperliche. Vielleicht sollte man besser ohne Musik auf den Ohren nicht mehr aus dem Haus gehen, dann bleiben einem wahrscheinlich so einige zweifelhafte Gestalten in ihren Details erspart.
augmented reality projection 29. Apr 2004
Nomad sieht nach einem interessanten Anwendungsfeld für die Inhalte meiner vorgestern gestarteten Vorlesung Struktur aus Bewegung aus. Worum es bei Nomad geht kann man bei Telepolis nachlesen.
college education 29. Apr 2004
“Wenn man 40 Prozent eines Jahrgangs an die Universitäten schickt, wird die Universität nichts als eine schwächere Fachhochschule. Sie wird nur noch der Berufsausbildung dienen und unter dem Druck der Studentenzahlen ertrinken. Schon jetzt gibt es zu viele Studenten im Verhältnis zur Zahl der Professoren.” (Quelle: Interview in der Zeit)
re-wired 29. Apr 2004

Meine Airport Extreme Station: Extrem einfach, extrem schnell, extrem kaputt. Ersatz kommt innerhalb von drei Tagen via United Parcel Service und bis dahin hänge ich wieder ganz old school mäßig an der Strippe. In der Warteschleife der Apple Support Hotline lief übrigens The Verve.