never trust the defaults 01. Feb 2008

Apple Mail Einstellung

Die linksseitig angezeigte Einstellung von Apple Mail ist ab Werk auf “Nach einer Woche” gestellt. Das ist kein Problem, solange man selber die Konfiguration einträgt, wenn man jedoch den hinterhältigen Einrichtungs- assistenten benutzt, dann wird man nicht nach seiner Meinung zu diesem Thema gefragt und das Häkchen einfach stillschweigend auf besagten Defaultwert gesetzt. Es sei erwähnt, dass ich meinen Papierkorb niemal leere, sich darin also eine Aufzeichnung meines gesamten Schriftverkehrs befindet. Der Papierkorb ist somit ähnlich wie musikalische Assoziationen eine Art Tagebuchersatz für mich. Anhand meiner Mails kann ich ziemlich genau nachvollziehen, was ich zu einem beliebigen Zeitpunkt der letzten zehn Jahre gemacht habe.

Wenn man nun Benutzer eines IMAP-Kontos ist, dann weist man nach Abschluß der Konfiguration üblicherweise noch die Ordner für Entwürfe, für gesendete und für gelöschte Mails den providerspezifischen Ordnern zu. Wenn man nun später zufällig mal einen Blick in seinen Papierkorb wirft dann haut es einen erstmal kräft aus den Latschen. Bis auf wenige aktuelle Mails ist der komplette Inhalt des Papierkorb gelöscht worden.

Naja, kein Problem, der Herr hat doch schließlich für solche Fälle ein aktuelles Backup, oder nicht ? Ja, habe ich sogar tatsächlich, aber hat schonmal ernsthaft jemand probiert bei GMX mehr als Zwanzigtausend Mails in einen IMAP-Ordner zu kopieren. Das macht definitiv keinen Spaß. Ich habe damit die letzten Tage verbracht. In der Praxis sieht das nämlich so aus, dass man alle hundert Mails eine Fehlermeldung erhählt und nachdem man diese bestätigt hat ist der Ordner dann erstmal für mehrere Minuten für IMAP-Zugriff gesperrt. Fließbandarbeit muss eine wahrhaft befriedigende Aufgabe im Vergleich sein.

Dass die GMX-IMAP-Server darüber hinaus auch noch schnarchlangsam sind, eine alberne Größenbeschränkung für Mails haben und scheinbar nach dem Zufallsprinzip funktionieren sei dabei nur am Rande erwähnt. Für so einen instabilen Service Geld zu verlangen ist eigentlich ein Unding. Für die Google-Suchlinge: GMX IMAP SUCKS. Das beste ist noch die scheinheilige “Momentan sind uns keine Störungen bekannt”-Meldung auf deren Supportseiten. Was muss denn bitteschön bei denen passieren, damit da mal was anderes steht ? Ein Bombenangriff vielleicht ?

Bitte, bitte lass mich nie wieder diese Arbeit verrichten müssen!

 

snap previews really suck 01. Feb 2008

Es sollte doch von Zeit zu Zeit gesagt werden, dass Snap Previews der letzte Mist sind.

 

amua ready for leopard 27. Jan 2008

Im Oktober letzten Jahres hatte ich bereits kurz einen schlanken Ersatz für die Bloatware namens Last.fm-Player vorgestellt. Leider hatte Amua damals noch einen kleinen Bug, der verhindert hat, dass die abgespielten Tracks auch gescrobbelt wurden, außerdem war es noch nicht unter Leopard lauffähig. Der Bug ist behoben und leopardtauglich ist Amua nun auch. Daumen hoch!

 

ableton live vs. traktor 26. Jan 2008

Or does Ableton still have tons of fans simply because it looks confusing and unintuitive and is therefore ‘cool’ ?

Nach mehr als einem halben Jahrzehnt als Traktornutzer stelle ich mir nun mal wieder die Frage ob ich mich für Live als DJing-Tool interessieren sollte. Ich bin mit Traktor sehr zufrieden und seitdem es vier Decks gibt fühle ich mich auch nicht mehr kreativ eingeschränkt. Das Layout der Decks, Knöpfe und Drehregler ist sehr intutiv, übersichtlich und weitgehend frei konfigurierbar. Die automatische Synchronisation der Tracks funktioniert fast immer. Die Loopfunktion arbeitet gut und ist einfach zu bedienen. Cue-Punkte und Loops werden automatisch absgepeichert. Die Einbindung eines externen Mischpultes ist problemlos möglich. Traktor läuft stabil und ich kann die Software auch nach einem halben dutzend Longdrinks noch fehlerfrei bedienen.

Was wären also Vorteile von Live die mich locken könnten ?

Wenn ein Track sauber gewarpt ist, dann kann man jederzeit bedenkenlos von einem zum anderen Stück faden, zwei Stücke können also nicht wie in Traktor auseinanderlaufen, was eine feine Sache ist. Man kann zwar in Traktor auch manuelle Beatgrids erstellen, was nach meinem Verständnis der Warpingfunktion entspricht, aber die Schnittstelle dafür scheint mir wenig ausgereift zu sein. Letztlich stört mich das nachsynchronisieren bei Traktor aber nicht ausreichend um den Wechsel zu rechtfertigen.

Wenn man auf fertige Tracks noch Audio Effekte legen möchte, dann bietet Live einem viel umfangreichere Möglichkeiten als die rudimentäre Ausstattung in Traktor. Da ich aber ehrlich gesagt in Traktor in einem Set bisher noch nicht das Verlangen hatte jenseits des klassischen 3-Band-Equalizers auf den Sound einzuwirken ist dieser Punkt für mich wohl eher nicht von Interesse.

Natürlich kann man in Traktor bis zu vier Samples reinladen und darauf Loops definieren, aber wenn man in Live Loops reinlädt, wirkt das ganze dann doch etwas logischer. Es bleibt halt die Frage ob man derart häufig Samples in seinem Set einsetzt, dass man die elegantere Schnittstelle auch hinreichend zu schätzen weiß. Erfahrungsgemäß ist dies bei mir eher nicht der Fall.

Alles in allem werde ich also bis auf weiteres bei Traktor bleiben!

 

open source disenchantment 15. Jan 2008

Nach einer anfänglichen Euphorie für das Konzept von Open Source Food ist bei mir nun eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Von den leckeren Fotos angeregt, habe ich mal einige Rezepte nachgekocht, aber so richtig der Brüller war bisher nicht dabei. Was mich insbesondere stört ist, dass das Bewertungssystem kaum ernsthaft verwendet wird, da bei fast allen Rezepten die Maximalwertung vergeben wird. Außerdem dreht es sich bei den Kommentaren unter den Rezepten oftmals mehr um die Fotos der Rezepte, als um die Rezepte selber. Ich denke ich werde mich für meinen Rezeptebedarf bis auf weiteres wieder beim biederen webeinsnulligen Chefkoch umschauen, dort gibt es nämlich ein feiner aufgelöstes Bewertungssystem und die Kommentare bei den Rezepten sind meistens zahlreich und hilfreich.

 

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